Das FFH-Gebiet Unteres Leintal und Welland ist ein im Jahr 2018 durch das Regierungspräsidium Stuttgart nach der Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) angemeldetes Schutzgebiet (Schutzgebietskennung DE-7517-341) in Baden-Württemberg. Mit Verordnung des Regierungspräsidiums Stuttgart zur Festlegung der Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung vom 30. Oktober 2018 (in Kraft getreten am 11. Januar 2019) wurde das Schutzgebiet ausgewiesen.

Lage Das 1483,5 Hektar große Schutzgebiet liegt zwischen Täferrot und Neuler und gehört zu folgenden Naturräumen: Östliches Albvorland, Schurwald und Welzheimer Wald und Schwäbisch-Fränkische Waldberge. Es umfasst die Wiesen und Wälder zwischen Hüttlingen und Tierhaupten.

Das Gebiet erstreckt sich über die Markungen von fünfzehn Städten und Gemeinden im Ostalbkreis:

Aalen: 133,5119 ha = 9 % Abtsgmünd: 192,8506 ha = 13 % Böbingen an der Rems: 14,8346 ha = 1 % Durlangen: 14,8346 ha = 1 % Eschach: 14,8346 ha = 1 % Essingen: 148,3466 ha = 10 % Göggingen: 89,0079 ha = 6 % Heuchlingen: 12% - 178,0159 ha = 12 % Hüttlingen: 89,0079 ha = 6 % Iggingen: 44,5039 ha = 3 % Leinzell: 44,5039 ha = 3 % Neuler: 311,5279 ha = 21 % Schechingen: 14,8346 ha = 1 % Schwäbisch Gmünd: 4,5039 ha = 3 % Täferrot: 163,1813 ha = 11 %

Beschreibung und Schutzzweck Laut Steckbrief handelt es sich um Täler des östlichen Albvorlandes an der Grenze von Mittel- zu Unterjura, Unterlauf der Lein mit Zuflüssen und Auen, Seitentäler des Kochers südlich Hüttlingen und nördlich liegende Wiesenfluren.

Lebensraumklassen (allgemeine Merkmale des Gebiets) (prozentualer Anteil der Gesamtfläche)

Angaben gemäß Standard-Datenbogen aus dem Amtsblatt der Europäischen Union

Lebensraumtypen Folgende Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie kommen im Gebiet vor: EU CodeLebensraumtyp (offizielle Bezeichnung)KurzbezeichnungHektar3150Natürliche eutrophe Seen mit einer Vegetation des Magnopotamions oder HydrocharitionsNatürliche eutrophe Seen0,173260Flüsse der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitricho-BatrachionFlüsse der planaren bis montanen Stufe19,486230Artenreiche montane Borstgrasrasen (und submontan auf dem europäischen Festland) auf SilikatbödenArtenreiche montane Borstgrasrasen0,606430Feuchte Hochstaudenfluren der planaren und montanen bis alpinen StufeFeuchte Hochstaudenfluren3,046510Magere Flachland-Mähwiesen (Alopecurus pratensis, Sanguisorba officinalis)Magere Flachland-Mähwiesen238,517220Kalktuffquellen (Cratoneurion)Kalktuffquellen3,008220Silikatfelsen mit FelsspaltenvegetationSilikatfelsen mit Felsspaltenvegetation0,189180Schlucht- und Hangmischwälder Tilio-AcerionSchlucht- und Hangmischwälder0,3091E0Auen-Wälder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae)Auen-Wälder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior59,34

Zusammenhängende Schutzgebiete Die Landschaftsschutzgebiete Welzheimer Wald mit Leintal und Unteres Leintal mit Nebentälern überschneiden sich mit dem FFH-Gebiet.

Die flächenhaften Naturdenkmale Eichenwäldchen beim Grießweiher, Wiesen u. Gehölze an der Lein bei Horn, Streuwiesen an der Lein bei Horn, Waldsaum Kohlholz, Pflanzenstandort Hackbank, Vogelschutzhain bei Heuchlingen und Sturzweiher befinden sich im FFH-Gebiet.

Siehe auch

Liste der FFH-Gebiete in Baden-Württemberg

Weblinks

Standarddatenbogen für das FFH-Gebiet „Unteres Leintal und Welland“ Managementplan für das FFH-Gebiet „Unteres Leintal und Welland“ Steckbrief des Natura 2000 Gebiets 7125-341 Unteres Leintal und Welland beim Bundesamt für Naturschutz

Kategorie:FFH-Gebiet im Ostalbkreis