Monbos (, ) ist ein Dorf mit 81 Einwohnern (Stand: 1968) in der französischen Gemeinde Thénac im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Als bis 1972 selbstständige Gemeinde gehörte Monbos zum Arrondissement Bergerac.

Am 1. Januar 1973 schlossen sich die Gemeinden Monbos und Puyguilhem der Gemeinde Thénac an, wobei sie den Status von Communes associées erhielten. Zum 1. Januar 2011 wurde dieser Zusammenschluss zur einfachen Fusion.

Geografie Monbos liegt etwa 55 Kilometer südsüdwestlich von Périgueux, etwa 67 Kilometer westsüdwestlich von Sarlat-la-Canéda und etwa 14 Kilometer südwestlich von Bergerac am südwestlichen Rand des Départements in der Landschaft des Bergeracois, Teil des touristisch benannten Périgord pourpre. Das Ortsgebiet von Monbos ist der südöstliche Ortsteil von Thénac. Es befindet sich in den Einzugsgebieten von Dordogne und Garonne und wird von den zeitweise trockenfallenden Flüsschen Besageou, Ruisseau de Monbos und Rivaille entwässert.

Das Ortsgebiet erstreckt sich über eine wellige, waldarme Landschaft. Der topographisch höchste Punkt liegt mit südöstlich des Dorfzentrums. Der tiefste Punkt befindet sich im äußersten Nordwesten auf etwa Höhe beim Austritt des Ruisseau de Monbos aus dem Ortsgebiet. Das Ortszentrum liegt auf etwa Höhe.

Etymologie und Geschichte Der Name von Mombos erschien 1135 in der Schreibweise Manbos, dann Monbo und Monbos im 13. Jahrhundert. Er ist zusammengesetzt aus dem okzitanischen mont () aus dem lateinischen mons () und einem Personennamen germanischen Ursprungs, Boso. Bos wurde im 16. Jahrhundert fälschlicherweise als Ableitung von bosc () interpretiert, was die Form Monbosc erklärt.Siehe Tanet, Hordé, Seite 407

Das Priorat, im 11. und 12. Jahrhundert erbaut, wird im Urkundenbuch der Abtei La Sauve-Majeure von 1135 und im Urkundenbuch der Abtei Cadouin von 1226 erwähnt. Diese Dokumente belegen insbesondere die Schenkung all seiner Besitztümer im Périgord an die Mönche von Cadouin durch Boson, Graf von Grignols.

Als Zeuge von über tausend Jahren Geschichte hat das Priorat den Hundertjährigen Krieg, Plünderungen und Invasionen, die Hugenottenkriege und die Französische Revolution überstanden. Um den Spuren der Zeit zu trotzen, wurde die Kirche im Laufe der Jahrhunderte in mindestens vier Bauphasen mehrmals umgebaut oder verstärkt.

Einwohnerentwicklung

Sehenswürdigkeiten Ehemaliges Priorat. Die Kirche besitzt ein einziges Kirchenschiff ohne Querschiff und einen flachen Glockenturm mit zwei Öffnungen über einem Okulus. Die Apsis ist mit einem Halbkuppelgewölbe versehen. Die Kapitelle sind mit historisierenden Figuren verziert. Sie ist seit 1947 als Monument historique eingeschrieben.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Nouvelle-Aquitaine Kategorie:Ehemalige Gemeinde im Département Dordogne Kategorie:Gemeindeauflösung 1972 Kategorie:Thénac (Dordogne) Kategorie:Ersterwähnung 1135