mini|hochkant|Dostojewski-Denkmal (Standort Russisch-Orthodoxe Kirche, 2026) mini|Dostojewski-Denkmal (Standort Ostra-Ufer, 2011) Das Dostojewski-Denkmal in Dresden ist eine im Jahr 2006 eingeweihte Bronzestatue zu Ehren des russischen Dichters Fjodor Dostojewski. Es erinnert an dessen produktive Zeit, die er in den 1860er und 1870er Jahren in Dresden verbrachte.
Lage Die Statue befand sich in Dresden am Ostra-Ufer auf der Neuen Terrasse an der Elbe zwischen dem Sächsischen Landtag und dem Internationalen Kongresszentrum (ICC). Nach ihrem vorübergehenden Abbau 2025 wurde sie am 29. August 2026 an einem neuen Standort neben der Russisch-Orthodoxen Kirche in der Fritz-Löffler-Straße wieder aufgestellt und neu eingeweiht.
Geschichte Anlass und Errichtung Die Idee für ein Denkmal zu Ehren des russischen Dichters Dostojewski entstand im Jahr 1996 im Rahmen der vom Deutsch-Russischen Kulturinstitut (DRKI) veranstalteten Dostojewskij-Festtage anlässlich des 175. Geburtstags des Dichters.
Mit der öffentlichen Ehrung machte die Stadt Dresden die Verdienste Dostojewskis für die Elbmetropole öffentlich sichtbar: Während seiner mehrfachen Aufenthalte in Dresden zwischen 1862 und 1871 schuf Dostojewski bedeutende Teile seiner Romane Der Idiot und Die Dämonen. Zudem wurde seine Tochter Ljubow 1869 in Dresden geboren.
Den Auftrag zur Schaffung eines Denkmals erhielt der russische Bildhauer Alexander Rukawischnikow, der im Jahr 1997 für die Stadt Moskau eine gleichartige Statue des Dichters gefertigt hatte.
Das Denkmal wurde am 10. Oktober 2006 feierlich eingeweiht. An der Enthüllung nahmen unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel, der russische Präsident Wladimir Putin und der sächsische Ministerpräsident Georg Milbradt teil. Es gab im Jahr 2006 drei konkrete Anlässe für die Enthüllung: den 185. Geburtstag und den 125. Todestag von Dostojewski, das 800-jährige Stadtjubiläum von Dresden sowie die Austragung des deutsch-russischen Forums Petersburger Dialog in Dresden. Eigentümer des Denkmals ist das Deutsch-Russische Kulturinstitut.
Abbau und Wiederaufstellung Für den Erweiterungsbau des Sächsischen Landtags wurde das Denkmal im Juni 2025 abgebaut und eingelagert. Daran schloss sich eine längere Suche nach einem neuen Standort an, die das Deutsch-Russische Kulturinstitut mit dem Vorschlag, es neben der Russisch-Orthodoxen Kirche aufzustellen, für sich entscheiden konnte. Die Einweihung an diesem Standort fand am 29. August mit einem Festakt statt. Der Interimsstandort ist nach aktuellem Stand für den Zeitraum von August 2026 bis zum 1. Quartal 2031 vorgesehen.
Beschreibung Die Figur des Dichters ist aus Bronze gegossen. Sie ist überlebensgroß und ruht auf einem Sockel aus Elbsandstein, der auf einem Denkmalpodest aus dem gleichen Gestein steht. Auf der Podest-Vorderseite ist der Schriftzug Dostojewski in Versalien erhaben herausgearbeitet. Der Dichter sitzt in nachdenklicher Pose mit einer Hand auf dem Oberschenkel und der anderen auf den Sockel gestützt. Eine Bronzeplastik desselben Künstlers in ähnlicher Sitzhaltung steht seit 10. Oktober 1997 vor der Russischen Staatsbibliothek in Moskau.
Weblinks
Einzelnachweise Liudmila Kotlyarova: Dostojewski zurück in Dresden, Berliner Zeitung, 6. August 2026, S. 11. (online) Dokumentation Dostojewskij-Denkmal in Dresden (Detaillierte Chronologie von der Idee 1996 über den Bildhauer Alexander Rukawischnikow bis zur Enthüllungszeremonie am 10. Oktober 2006), Deutsch-Russisches Kulturinstitut e. V. (drki) Denkmaldatenbank der Stadt Dresden (Erfassung des Kunstwerks im öffentlichen Raum am Ostra-Ufer, Urheberschaft Alexander Rukawischnikow, Einweihungsjahr 2006). Erhard Hexelschneider: Denkmal für Dostojewski in Dresden enthüllt. In: Cultural Information System (CIS-Web), Hrsg. Deutsch-Russisches Kulturinstitut (Bericht zum Stadtjubiläum 2006 und zu den historischen Dresden-Aufenthalten Dostojewskis) (online).
Kategorie:Fjodor Michailowitsch Dostojewski Dostojewskidenkmal Dostojewskidenkmal Kategorie:Sitzbild Kategorie:Kunstwerk im öffentlichen Raum in Sachsen Kategorie:Personendenkmal (Autor) Kategorie:Bronzeskulptur (Deutschland) Kategorie:Skulptur (2006)