Wenzel Müller, ab 1908 Wenzel Müller von Thomamühl (* 28. November 1841 in Sázava u Lanškrouna; † 31. Dezember 1910 in Pula) war ein technischer Beamter, zuletzt Oberster Maschinenbau- und Betriebsingenieur der k.u.k. Kriegsmarine.

Leben Müller absolvierte das Polytechnikum in Wien. 1866 trat er in die k.u.k. Kriegsmarine ein. Als Maschinen-Untermeister nahm er auf der Panzerfregatte SMS Ferdinand Max an der Seeschlacht von Lissa teil. Im Jahr 1868 kam er in die Werkstättenleitung der Maschinendirektion in Pula. 1878 war er dem Seebezirkskommando Triest dienstzugeteilt, 1880 bis 1882 mit der Beaufsichtigung des Baus von Schiffsmaschinen in der Lokomotivfabrik in Wr. Neustadt beauftragt. 1883 bis 1885 arbeitete er in der Maschinenbaudirektion in Pula, ab 1885 als Maschinenbaudirektor beim Seearsenal Pula. 1900 wurde er bei gleichzeitiger Ernennung zum Obersten Maschinenbau- und Betriebsingenieur zum Vorstand der II. Abteilung des Marinetechnischen Komitees ernannt. 1904 trat er in den Ruhestand, 1908 wurde er noch mit dem Adelsprädikat „von Thomamühl“ nobilitiert.Siehe auch Österreichisches Staatsarchiv (ÖStA), Allgemeines Verwaltungsarchiv (AVA), Adel, Hofadelsakten (HAA), Allgemeine Reihe (AR), AT-OeStA/AVA Adel HAA AR 632.3, Müller, Wenzel, oberster Maschinenbauingenieur des Ruhestands, Adelsstand, „von Thomamühl“, 7. November 1908, online

Er starb 1910 in Pula und wurde auf dem K.u.k. Marinefriedhof Pula beigesetzt.siehe Marica: , in: cro-eu.com – Forum, Thema-ID 1551 (Zugriff: 7. August 2026).

Sein Sohn war der Erbauer des ersten Luftkissen-Torpedobotes und Erfinder der Lichtschranke Dagobert Müller von Thomamühl.

Literatur Egger, R.: Müller von Thomamühl, Wenzel. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL), Bd. 6 (Lfg. 30, 1975), S. 432. (Online)

Einzelnachweise

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