mini|Blick auf St. Peter auf Karnol St. Peter () ist ein Weiler in der Stadtgemeinde Bozen, der Südtiroler Landeshauptstadt. Der kleine Ortskern rund um die Kirche St. Peter auf Karnol befindet sich orographisch links der Talfer in erhöhter Talrandlange am Ausgang des Sarntals in den Bozner Talkessel. Einst hieß der Weiler selbst Karnol (von cortinale, „kleiner Hof“). Innerhalb Bozens ist der Weiler dem Stadtviertel Zentrum-Bozner Boden-Rentsch zugeordnet und liegt im Norden des Gemeindegebiets direkt an der Grenze zur Gemeinde Ritten. Der höchste der sich die Ausläufer des Rittner Bergs hochziehenden Weinhöfe ist der Peterploner.
Bis 1911 bildete St. Peter eine Malgrei der alten Landgemeinde Zwölfmalgreien. Die historische Malgrei war aber wesentlich weitläufiger als die heutige Ortslage und umfasste auch das direkt unterhalb von St. Peter gelegene St. Anton sowie Bozen-Dorf genannte Gebiete flussabwärts in der flachen Talsohle bis hinunter zu den Toren der Altstadt von Bozen, also grob die Gegend rund um die Selig-Heinrich-Straße sowie zwischen Runkelsteiner Straße und Talfer. Somit beherbergte St. Peter einige bekannte Bozner Bauwerke wie Maretsch, Gerstburg, Lindenburg, Oberpayrsberg, Compil, Klebenstein und Rendelstein.
Literatur Richard Staffler: Die Hofnamen von Zwölfmalgreien und Leifers (= Bozner Jahrbuch für Geschichte, Kultur und Kunst 1952). Innsbruck: Wagner 1952 (online). Heinz Tiefenbrunner: Häusergeschichte von Zwölfmalgreien. Bozen: Athesia 2011, ISBN 978-88-82668631.
Kategorie:Geographie (Bozen) Kategorie:Ort in Südtirol