mini|Blick auf St. Johann im Dorf St. Johann () ist eine historische Ortslage von Bozen, der Südtiroler Landeshauptstadt. Bis 1911 bildete St. Johann eine Malgrei der alten Landgemeinde Zwölfmalgreien, im Laufe des 20. Jahrhunderts verlor die knapp nordöstlich der Bozner Altstadt gelegene Örtlichkeit ihren ländlichen Siedlungscharakter. Als Ortsbezeichnung ist St. Johann, das heute gemeinhin als Teil von Bozen-Dorf aufgefasst wird, kaum noch gebräuchlich. Innerhalb Bozens ist es dem Stadtviertel Zentrum-Bozner Boden-Rentsch zugeordnet.

Der Ortsname leitet sich von der Kirche St. Johann im Dorf ab. Die alte Malgrei umfasste die Gegend am Hangfuß des Rittner Bergs zwischen der Runkelsteiner Straße im Westen und dem Ansitz Hörtenberg im Osten. Zu weiteren historischen Bauwerken in St. Johann gehören beispielsweise Unterpayrsberg, die Villa Defregger, die Landkommende Weggenstein mit der Deutschhauskirche und St. Oswald.

Literatur Richard Staffler: Die Hofnamen von Zwölfmalgreien und Leifers (= Bozner Jahrbuch für Geschichte, Kultur und Kunst 1952). Innsbruck: Wagner 1952 (online). Heinz Tiefenbrunner: Häusergeschichte von Zwölfmalgreien. Bozen: Athesia 2011, ISBN 978-88-82668631.

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