Eschborn–Frankfurt 2026 war die 63. Austragung des deutschen Eintagsrennens. Das Rennen fand am 1. Mai 2026 statt und ist Teil der UCI WorldTour 2026.
Im Sprint einer zwölfköpfigen Spitzengruppe setzte sich Georg Zimmermann (Lotto-Intermarché) durch und erzielte der ersten Sieg eines deutschen Fahrers nach Pascal Ackermann in der Saison 2019.
Teilnehmende Mannschaften und Fahrer Von den 18 UCI WorldTeams nahmen 16 Teams teil, nicht am Start standen Groupama-FDJ United und das XDS Astana Team. Dazu gingen fünf UCI ProTeams an den Start. Für jede Mannschaft waren sieben Fahrer startberechtigt. Für das Movistar Team und die Unibet Rose Rockets starteten jeweils nur sechs Fahrer.
Aufgrund des schweren Streckenprofils wurde der Sieg eines bergfesten Sprinters oder eines Klassikerfahrers erwartet, so dass der Kreis möglicher Siegeskandidaten groß war und kein eindeutiger Topfavorit benannt wurde.
Streckenführung Im Vergleich zum Vorjahr wurde die Strecke etwas verlängert und beinhaltete noch einmal 300 mehr Höhenmeter. Insgesamt mussten 211,7 Kilometer und über 3300 Höhenmeter zwischen Eschborn und Frankfurt zurückgelegt werden. Das Rennen startete in Eschborn in der Nähe des ehemaligen Militärflugplatzes und führte zunächst direkt nach Frankfurt, wo die Ziellinie nach wenigen Kilometern das erste Mal überquert wurde. Anschließend führte die Strecke Richtung Norden in den Taunus, wo über den Sandplacken der Feldberg über die schwerere Südwestseite in Angriff genommen wurde. Es folgte eine lange Abfahrt mit mehreren Gegensteigungen, die nach Eppstein führte. Über Kelkheim und Sulzbach gelangten die Fahrer zum ersten Mal zum Mammolshain (371 m), wo im Anschluss der zweite Aufstieg zum Feldberg begann. Auf derselben Abfahrt über Eppstein, Kelkheim und Sulzbach gelangten die Fahrer zum zweiten Mal zum Mammolshain. Im Anschluss folgte eine kleine Runde über Kronberg und Sulzbach, ehe der Mammolshain zum dritten Mal bewältigt werden musste. Nach der Abfahrt führte die Strecke ca. 25 Kilometer weitestgehend flach über Kronberg und Eschborn nach Frankfurt, wo ein abschließender Rundkurs durch die Stadt absolviert wurde. Die Ziellinie befand sich neben der Alten Oper.
Rennverlauf und Ergebnisse Nach hektischen Rennbeginn setze sich nach 20 Kilometern eine Ausreißergruppe mit Matyáš Kopecký (Unibet Rose Rockets), Samuel Leroux (TotalEnergies), Thomas Gachignard (TotalEnergies), Aivaras Mikutis (Tudor Pro Cycling) und Jonas Rutsch (Lotto-Intermarché) vom Hauptfeld ab, deren Vorsprung zwischenzeitlich über sieben Minuten betrug. Im Hauptfeld übernahmen die Teams Uno-X Mobility und Pinarello-Q36.5 die Tempoarbeit. Das norwegische Team hatte mit Magnus Cort einen der Favoriten in seinen Reihen, im Schweizer Team wurde Tom Pidcock als Siegkandidat gehandelt.
80 Kilometer vor dem betrug der Vorsprung der Spitzengruppe nur noch eine Minute, deren letzte Fahrer durch eine Attacke aus dem Hauptfeld von Tim Wellens (UAE Team Emirates-XRG) und Emiel Verstrynge (Alpecin-Premier Tech) eingefangen wurden. Wellens und Verstrynge konnten sich weiter absetzen und eine Minute Vorsprung vor dem Hauptfeld herausfahren. Nach dem zweiten Anstieg zum Mammolshain setze sich Wellens von Verstynge ab und setzte die Fahrt als Solist fort.
Beim dritten Anstieg zum Mammolshain schlossen Ben Tulett (Visam-Lease a Bike) und Alex Baudin (EF Education-EasyPost) zu Wellens auf, auf den folgenden, flacheren Kilometern gelang es mehreren Fahrern, wieder aufzuschließen. 15 Kilometer vor dem Ziel bildete sich ein zwölfköpfige Spitzengruppe, die das Ziel gemeinsam ins Visier nahm. Verfolgt vom Hauptfeld schrumpfte der Vorsprung, so dass 500 Meter vor dem Ziel der Zusammenschluss drohte. In diesem Moment fuhr Michael Valgren (EF Education Easypost) für seinen Teamkameraden Alex Baudin den Sprint an und rettete der Gruppe einen minimalen Vorsprung. Im anschließenden Sprint der Spitzengruppe behielt Georg Zimmermann (Lotto-Intermarché) die Nerven und verwies vor heimischem Publikum Thomas Pidcock (Pinarello-Q36.5) und Ben Tulett (Visma-Lease a Bike) auf die Plätze.
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