Sebastian Ruedorffer (* 29. März 1854 in Rosenheim; † 1926) war ein deutscher Gutsbesitzer und Mitglied der bayerischen Kammer der Abgeordneten.
Leben Sebastian Ruedorffer entstammte dem seit Mitte des 16. Jahrhunderts in Rosenheim ansässigen Lebzelter- und Wachsziehergeschlecht der Ruedorffer.Stadtarchiv RosenheimDie Wohnstube des Ruedorffer-Hauses in der Kaiserstraße in Rosenheim Wie seine Vorfahren betätigte er sich als Lebkuchenbäcker und war in der Lokalpolitik aktiv. So hatte er wesentlichen Anteil an der Pflege der Bücherei von Rosenheim. Er war Mitglied der Deutschen Zentrumspartei, die über Jahre die Politik Bayerns wesentlich bestimmte, und gehörte dem Gemeindekollegium (heute: Gemeinderat) an. In dieser Funktion nahm er bei einer Sitzung Anfang April 1910 an einer Diskussion teil, die sich mit der Beschaffung von Bildern des Malers Rudolf Sieck befasste. Dabei spielte er eine gewichtige Rolle.
Von 1887 bis 1918 hatte er ein Mandat für die Kammer der Abgeordneten, die neben der Kammer der Reichsräte der Krone Bayerns den Bayerischen Landtag bildete. Er wurde gewählt im Wahlkreis Rosenheim und hatte in mehreren Landtagsausschüssen einen Sitz.
Öffentliche Ämter Fast 40 Jahre lang Geschäftsführer des Bayerisch-Patriotischen Bauernvereins in Tuntenhausen.Historisches Lexikon BayernsBayerisch-Patriotischer Bauernverein Tuntenhausen, 1869-1933
Siehe auch Liste der Mitglieder des Bayerischen Landtages (Königreich, 21. Wahlperiode)
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Einzelnachweise
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