Das Amstel Gold Race 2026 war die 60. Austragung des niederländischen Eintagsrennens. Das Rennen fand am 19. April 2026 statt und ist Teil der UCI WorldTour 2026. Das Frauenrennen wurde zuvor am selben Tag ausgetragen.
Den Sieg sicherte sich der Belgier Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-hansgrohe) vor Mattias Skjelmose Jensen (Lidl-Trek) und Benoît Cosnefroy (UAE Team Emirates-XRG).
Teilnehmende Mannschaften und Fahrer Neben den 18 UCI WorldTeams gingen auch 7 UCI ProTeams bei dem Rennen an den Start. Für jedes Team waren sieben Fahrer startberechtigt, für das UAE Team Emirates-XRG und EF Education-Easy Post gingen jeweils nur sechs Fahrer an den Start.
Mit Mattias Skjelmose (Lidl-Trek) und Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-hansgrohe) waren der Vorjahressieger und -dritte erneut am Start. Bei Abwesenheit von Tadej Pogačar wurde Remco Evenepoel auch als Topfavorit auf den Sieg gehandelt.
Streckenführung Nach dem Start in Maastricht führte das Rennen über 255,9 Kilometer durch die Hügel der Provinz Limburg nach Berg en Terblijt nahe Valkenburg. Nach 84 Kilometer wurde das erstmals passiert, es folgten zwei Schleifen um Valkenburg mit dem Cauberg als Schlussanstieg. Die Rennstrecke ist geprägt von zahlreichen Kurven, schmalen Straßen und kurzen, aber steilen Anstiegen. Insgesamt mussten 3400 Höhenmeter bewältigt werden, 33 Anstiege waren kategorisiert.
Nach 126 Kilometern wurde mit dem Drielandenpunt der höchste Punkt des Rennens erreicht, im Anschluss folgte ein kurzer Abstecher nach Belgien. Die letzten 50 Kilometer waren besonders anspruchsvoll und beinhalteten Anstiege wie den Gulperberg, Kruisberg, Eyserbosweg (19,4 % maximale Steigung), Fromberg, Keutenberg, Geulhemmerberg und den Bemelerberg.
Rennverlauf und Ergebnis Nach zehn mit Attacken gespickten Rennkilometern löste sich vom Hauptfeld eine Spitzengruppe mit neun Fahrern, die zwischenzeitlich einen Vorsprung von knapp fünf Minuten herausfuhr. Im Hauptfeld übernahm das Team Red Bull-Bora-hansgrohe die Nachführarbeit. Bei der ersten Zielpassage 84 Kilometer vor dem Ende war die Spitzengruppe auf fünf Fahrer geschrumpft, ihr Vorsprung zum Feld betrug bereits unter zwei Minuten. Auf den folgenden Kilometern zerfiel die Spitzengruppe weiter, bis am Gulperberg nur nach Dario Frigo (NSN Cycling) als Solist mit rund einer Minute Vorsprung übrig blieb.
Am Kruisberg 43 Kilometer vor dem Ziel bildete sich eine Spitzengruppe mit Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-hansgrohe), Romain Grégoire (Groupama-FDJ United), Mattias Skjelmose (Lidl-Trek), Kevin Vauquelin (Ineos Grenadiers) und Matteo Jorgenson (Visma-Leae a Bike). In der Abfahrt stürzten Jorgenson, Vauquelin. Evenepoel, Skjelmose und Grégoire holten im Anstieg zum Fromberg 36 Kilometer vor Schluss auch noch Frigo ein, der bereits im darauffolgenden Keutenberg abreißen lassen musste. Der Abstand zur ersten Verfolgergruppe betrug da bereits gut 20 Sekunden.
Auf der zweiten Cauberg-Passage musste Gregoire abreißen lassen und wurde am Bemelerberg von der ersten Verfolgergruppe eingeholt. An der Spitze verzichteten Evenepoel und Skjelmose auf gegenseitige Attacken und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Den Zweiersprint der beiden Führenden im Ziel gewann Evenepoel mit mehren Radlängen Vorsprung. Aus der Verfolgergruppe heraus sprintete Benoit Cosnefroy (UAE Team Emirates-XRG) auf den letzten verbliebenen Podiumsplatz. An seinem Hinterrad wurde Romain Grégoire Vierter vor Emiel Verstrynge (Alpecin-Premier Tech).
Weblinks
Offizielle Website (englisch / niederländisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Radrennen 2026 #2026