Die Große Weißzahnspitzmaus (Crocidura dracula) ist ein in Ostasien verbreitetes Säugetier in der Gattung der Weißzahnspitzmäuse. Die Population wurde längere Zeit als Unterart oder Synonym der Südostasiatischen Spitzmaus (Crocidura fuliginosa) gelistet. Genetische Studien zeigten jedoch, dass beide eigenständige Arten darstellen. Die Südostasiatische Spitzmaus scheint nur auf den Süden von Indochina, die Malaiische Halbinsel und einige umliegende Inseln begrenzt zu sein. Funde aus den chinesischen Provinzen Fujian, Guangdong und aus dem Südosten von Tibet, die ebenfalls zur Südostasiatischen Spitzmaus gerechnet wurden, scheinen eine bisher noch nicht beschriebene Art darzustellen. Das Typusexemplar der Große Weißzahnspitzmaus stammt aus der Provinz Yunnan in China und wurde vermutlich bei Mengzi gefunden.

Unterarten und Verbreitung Es werden zwei Unterarten unterschieden: C. d. dracula, lebt in den Provinzen Sichuan, Yunnan, Guizhou, Guangxi und in der Stadt Chongqing in China sowie im Norden von Laos und Vietnam. C. d. mansumensis, ist nur von einem Ort aus dem Norden von Myanmar bekannt.

Merkmale Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 78 bis 95 mm und einer Schwanzlänge von 65 bis 80 mm ist das Tier für ein asiatisches Gattungsmitglied groß und der Schwanz ist sehr lang. Gewichtsangaben fehlen und die Hinterfüße erreichen 14 bis 15 mm Länge. Die Fellfarbe oberseits variiert zwischen einem recht dunklen mittelbraun bis dunkelgrau (schon fast schwarz). Die Grenze zur dunkelgrauen Unterseite ist undeutlich. Auffällig sind die hellgrauen bis weißlichen Pfoten. Typisch ist ein breiter Schädel mit einem breiten Schnauzenteil (Rostrum). Im Oberkiefer liegen neben den Schneidezähnen je drei einspitzige Zähne von denen der zweite kleiner ist als die anderen beiden. Die oberen Prämolaren sind recht groß. Der diploide Chromosomensatz besteht aus 40 Chromosomen (2n=40).

Lebensweise Die Große Weißzahnspitzmaus hält sich im Flachland und in Gebirgen bis 3000 Meter Höhe auf. Häufig wurde sie in Tälern gefunden, die durch Sonneneinstrahlung warm waren. Das Tier besucht auf der Suche nach Insekten Komposthaufen und Müllhalden. Es bewegt sich auf dem Boden. Zu den Aktivitätszeiten und zur Fortpflanzung gibt es keine Informationen.

Gefährdung Die Art scheint sich recht gut an die umfangreichen Landschaftsveränderungen anpassen zu können. Die Funde legen nahe, dass die Gesamtpopulation stabil ist. Von der IUCN wird die Große Weißzahnspitzmaus nicht gelistet.

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Einzelnachweise

Kategorie:Weißzahnspitzmäuse