Das Königsschloss Tykocin (polnisch: Zamek królewski w Tykocinie) war bis 1795 ein Sitz der Könige von Polen im polnischen Tykocin.

Lage Das Schloss liegt auf einer kleinen Böschung über der Narew, an der Altstadt von Tykocin in der heutigen Woiwodschaft Podlachien.

Geschichte Die Burg wurde um 1430 im Stil der Backsteingotik an der Grenze zwischen dem Königreich Polen und dem Großfürstentum Litauen anstelle einer hölzernen Wehranlage errichtet. In den 1560er Jahren kam die Burg an den polnischen König Sigismund II. August, der sie im Renaissance-Stil ausbauen ließ. Im 17. Jahrhundert wurde das Schloss barockisiert. 1705 kamen hier August der Starke und Peter der Große zusammen. August der Starke richtete bei dieser Gelegenheit hier den Orden des Weißen Adlers ein. 1734 wurde das Schloss durch einen Brand beschädigt und verfiel danach. Seit 1963 wurde die Burg im ursprünglichen Stil wieder aufgebaut. Das Gebäude wird derzeit als Museum und Hotel genutzt.

Siehe auch Liste der Burgen und Schlösser in der Woiwodschaft Podlachien

Literatur Bis M., Bis Wojciech: Wyniki badań archeologicznych przeprowadzonych na zamku w Tykocinie w 2001 roku. In: Badania archeologiczne w Polsce północno-wschodniej i na zachodniej Białorusi w latach 2000–2001, Red. M. Karczewska, M. Karczewski, Białystok 2002, S. 293–302 Bohdan Guerquin: Zamki w Polsce. Warszawa: 1984. ISBN 83-213-3239-0.

Weblinks

Kategorie:Schloss in der Woiwodschaft Podlachien Kategorie:Kulturdenkmal in der Woiwodschaft Podlachien Kategorie:Gmina Tykocin Kategorie:Umgenutztes Bauwerk in Polen Kategorie:Befestigungsanlage (Mittelalter) Kategorie:Rekonstruiertes Bauwerk in Polen Kategorie:Backsteingotik in Polen Kategorie:Renaissancebauwerk in Polen Kategorie:Erbaut in den 1430er Jahren Kategorie:Schloss in Europa