Efferen (auch: Effren o. ä.) war der Name eines Kölner Patriziergeschlechts, das dem Namen zufolge aus Efferen bei Köln stammte. Später bildete sich auch eine Linie zu Mainz.
Diese Familie ist nicht mit der Adelsfamilie Efferen (genannt Hall), einem Seitenzweig der Overstolzen, zu verwechseln.
Geschichte Urkundlich ist das Geschlecht ab dem 31. Juli 1486 mit Peter von Efferen nachvollziehbar. Er bekundete mit seinem Schwager Johann vame Houltze, dass sein Vater, der zu diesem Zeitpunkt verstorbene Peter von Efferen, dem Bürgermeister und Rat von Köln 100 oberländische Gulden für ein Darlehen der Stadt an den Erzbischof von Mainz lieh. Im Jahre 1502 trat Catharina (Tryn) von Efferen, die Schwester des verstorbenen Peter, auf. In diesem Jahre testierte ihr Neffe Peter, der wohl in der Liebfrauenkirche begraben ist. An diesem Testament ist deutlich zu erkennen, dass Peter ein äußerst wohlhabender Mann war. Er bezeichnet Johann von Raidt, Johann Pastor und Bernhard jeweils als seinen Oheim sowie Dr. Christgin von Conressheim seinen Schwager. Aus einer Urkunde von 1489 geht hervor, dass Peter von Efferens Frau Gretgen, Tochter des Johann Pastor, war. Außerdem hatte er noch vier weitere Geschwister. Zu diesen zählt Bernhard von Efferen, der das Mainzer Bürgerrecht urkundlich seit 1489 besaß. Sein Sohn hieß ebenfalls Peter. Neben Bernhard hatte Peter noch drei namentlich nicht bekannte Schwestern, von denen eine Johann vame Houltze heiratete und zwei Nonnen zu St. Gertrud waren.
Der letzte greifbare Vertreter des Geschlechts ist Johann Efferen, der im Jahre 1600 an der Universität Padua aktiv war. Dr. Abraham Plato nannte Johann im Jahre 1610 in seinem Reisestammbuch und bezeichnete ihn als Doktor der Philosophie und Doktor der Medizin. Letzterer freute sich, „den mit Plato zu Padua geschlossenen Freundschaftsbund in Köln erneuern zu dürfen.“ Womöglich war der letzte Efferen ein Sohn des Magisters Johannes Efferen, der im Jahre 1565 als Präzeptor zweier Kölner in der Matrikel der Universität Padua auftrat.
Siegel Erhalten sind Siegel des Gerhard von Efferen von 1395 und später des Peter von Efferen; am 31. Juli 1486 siegelte er mit zwei gekreuzten Holzbrettern, über denen ein sechsstrahliger Stern liegt. Dann siegelte er am 5. Januar 1497 mit zwei gekreuzten Mistgabeln (?); über diesen der Stern. Auf dem Helm (?) fünf Federn oder Blätter.
Literatur
Herbert M. Schleicher (Bearb.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitäts-Bibliothek zu Köln: Band 5 (Mappe 357–422, Efferen–Virneburg) (= Veröffentlichungen der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde e. V., Nr. 67), Köln 1994, S. 89–91.
Einzelnachweise
Kategorie:Kölner Patriziergeschlecht Kategorie:Patriziat (Mainz)