Cupriavidus phytohabitans ist eine Bakterienart. Das Bakterium ist an der Bildung von Wurzelknöllchen bei der Gartenbohne (Phaseolus vulgaris) und teilweise an Mimosa pudica beteiligt. Trotz der genetischen Voraussetzungen für die Knöllchenbildung und Stickstofffixierung, findet keine Stickstofffixierung durch diese Bakterienart statt.

Merkmale Die Zellen sind stäbchenförmig, 1,3 μm lang und 0,5 μm breit. Der Gram-Test fällt negativ aus. Die Kolonien waren in LB-Medium kreisförmig, konvex, glänzend und beigefarben.

Wachstum und Stoffwechsel

Die Art zeigt Wachstum bei Temperaturen zwischen etwa 20 und 37 °C. Der tolerierte pH-Bereich liegt zwischen 6 und 9. Die drei bei der Erstbeschreibung untersuchten Stämme wuchsen auf LB-Agar bei Temperaturen von 20 bis 37 °C und auf YM- und MacConkey-Agar bei Temperaturen von 30 bis 37 °C. Das Wachstum bei 42 °C war stammspezifisch. Sie wuchsen auf modifiziertem LB-Medium bis zu 1 % NaCl, der Stamm AcVe19-1aT jedoch bis zu 2 % NaCl. Der pH-Bereich für das Wachstum lag zwischen 6,0 und 9,0. Der Stamm AcVe19-1a T zeigte jedoch noch bei pH 5,0 Wachstum. Es wurden die Enzyme γ-Glutamyltransferase, L-Prolin-Arylamidase, Tyrosin-Arylamidase und Phosphatase nachgewiesen. Die Stämme können u. a. Citrat, Malonat und L-Malat nutzen.

Sie zeigt eine geringe Salzverträglichkeit (Halophilie) von 1–2 % NaCl. Die Art besitzt Gene für die Nodulation und Stickstofffixierung, kann jedoch keine wirksame Stickstofffixierung durchführen. Möglicherweise ist das Fehlen einzelner Gene (insbesondere nifZ) dafür verantwortlich. Dies unterscheidet sie von Arten der Gattung Cupriavidus, die in Symbiose mit Leguminosen leben und in der Lage sind, Stickstoff zu fixieren.

Das Hauptchinon ist vermutlich Ubichinon 8. Diese Eigenschaften unterscheiden sie von den nächstverwandten Arten (C. consociatus und C. oxalaticus). Das Genom von Cupriavidus phytohabitans ist 7,42 Megabasenpaare groß und hat einen GC-Gehalt von 65,7 Mol %.

Ökologie In der Gattung Cupriavidus sind mehrere knöllchenbildende Arten vorhanden. Hierzu zählt beispielsweise C. taiwanensis (bildet Knöllchen an Mimosa -Arten), C. necator (Knöllchen bei Mimosa caesalpiniaefolia, Leucaena leucocephala (Wießkopf-Mimose), Macroptilium atropurpureum, Phaseolus vulgaris und Vigna unguiculata), „C. neocaledonicus “ (Knöllchen an Mimosa pudica), C. phytorum (nur der Stamm LMG 19430 konnte effektive Knöllchen an M. pudica), einige Cupriavidus sp.-Stämme, die aus Pflanzen von Parapiptadenia rigida isoliert wurden (Knöllchen an Mimosa) und einige Cupriavidus sp. Stämme. Die Art C. phytorum wurde aus der Rhizosphäre von Zea mays isoliert und ist an der Wurzelknöllchenbildung von Mimosa diplotricha beteiligt und C. consociatus, isoliert aus Wurzelknöllchen von Arachis sp. und Leucaena sp.

Cupriavidus phytohabitans löst zwar die Knöllchenbildung aus, eine Stickstofffixierung wurde allerdings nicht beobachtet. Auch die Art C. consociatus enthält Informationen zur Stickstofffixierung und Knöllchenbildung in seiner Genomsequenz, jedoch konnte weder im Kulturmedium noch in den Knöllchen eine Stickstofffixierung nachgewiesen werden.

Systematik Von Cupriavidus phytohabitans wurden drei Stämme, AcVe19-1aT, AcVe19-6a und AcVe19-6b, isoliert und beschrieben.

In der Gattung sind mehrere stickstofffixierende Arten vorhanden. Arten von Cupriavidus wurden auch aus klinischen Proben, Boden und Wasser isoliert. Die Art C. necator ist ein nicht-obligater Räuber (Prädator), der verschiedene Arten von grampositiven und gramnegativen Bakterien im Boden lysieren kann, darunter auch einige andere nicht-obligate Prädatoren.David L. Balkwill: Cupriavidus In: C. necator kann aber auch an der Bildung von Wurzelknöllchen beteiligt sein.

Einzelnachweise

Weblinks Cupriavidus auf NCBI Cupriavidus phytohabitans auf LPSN

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