Ursula Zänker (* 18. Mai 1951 in Halle/Saale) ist eine deutsche Keramikerin.
Leben und Werk Ursula Zänker absolvierte von 1967 bis 1969 eine Berufsausbildung als Gebrauchswerberin mit Abitur und zur Vorbereitung auf ein Studium 1969/1970 in Bürgel ein praktisches Jahr als Töpferin. Von 1970 bis 1975 studierte sie bei Gertraud Möhwald und Martin Wetzel in der Fachrichtung Keramik der Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle – Burg Giebichenstein (HIF). Von 1975 bis 1979 absolvierte sie an der HIF ein Zusatzstudium. Seitdem arbeitet sie in freischaffend als Keramikerin, von 1979 bis 1981 mit einem Fördervertrag. Seit 1992 lebt und arbeitet sie in Neuruppin-Karwe. Außer mit keramischen Materialien experimentiert Ursula Zänker auch mit Papier, das sie mit Kleister in eine formbare Masse verwandelt.
1986 erhielt sie den 2. Hauptpreis der Biennale Internationale de Céramique Contemporaine in Vallauris. 1987 nahm sie am Internationalen Keramiksymposium Römhild teil.
Ursula Zänker war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR. Sie hatte in der Zeit der DDR mehrere Einzelausstellungen und nahm im In- und Ausland an wichtigen Gruppenausstellungen teil.
Selbstreflexion „Seit Jahrzehnten sind für mich als Keramikerin Ornamente, Muster und Strukturen wichtig. Sie sind DAS Ausdrucksmittel auf keramischen Flächen.“
Werkbeispiele
Kanne (1982; Keramik, aus Drehteilen aufgebaut: 12 × 21 cm; auf der IX. Kunstausstellung der DDR)Abbildung im Katalog S. 352
Dose mit Deckel (1985; Ton, gedreht, gebaut, glasiert; 30 × 30 cm; auf der X. Kunstausstellung der DDR) Wandteller (1985; Ton gebaut, eingefärbte Tone, glasiert; Ø 55 cm; auf der X. Kunstausstellung der DDR)
Die Mauer (1989; Keramik; 6 × 1,5 m; Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum Rheinsberg) Wandgestaltung mit floralen Motiven (um 2021; Keramik; Wittenberge, Tageshospiz am Elsternweg) Musterlinge (um 2021; drei „Hocker“; Keramik mit floralen Motiven; Höhe 45 bis 65 cm; öffentlicher Raum in Zempow)
Ausstellungen (unvollständig)
Gruppenausstellungen in der Zeit der DDR
1979: Halle, Bezirkskunstausstellung 1981: Karl-Marx-Stadt, Ausstellungshalle 2 am Schlossteich („Junge Künstler der DDR“) 1982: Faenza und Vallauris (Internationale Keramik-Biennale) 1986: Vallauris (Internationale Keramik-Biennale) 1982/1983 und 1987/1988: Dresden, IX. und X. Kunstausstellung der DDR 1983: Magdeburg, Museum Kloster Unser Lieben Frauen („Keramik in der DDR“) 1984: Berlin, Altes Museum („Junge Künstler der DDR“) 1989: Potsdam, Bezirkskunstausstellung
Ausstellung seit der deutschen Wiedervereinigung
2006: Lübsdorf, Kunstverein Wiligrad („Hallenser Keramik“) 2009: Töplitz, Galerie Töplitz, Ausstellung mit Anette Stratthoff 2016: Rheinsberg, Keramikatelier Karl Fulle (Einzelausstellung) 2017: Ende und Anfang, Galerie Lichtenberg, Berlin
Veröffentlichung
Literatur
Fritz Kämpfer, Klaus G. Beyer: Kunsthandwerk im Wandel. Aus dem Schaffen dreier Jahrzehnte in der Deutschen Demokratischen Republik. Verlag der Nation, Berlin 1984. Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 1060.
Weblink
Ursula Zänker - louversum Fotos von Werk und Vita Eine Familie, zwei Künstlerinnen: Ursula und Franziska Zänker Märkische Allgemeine Zeitung
Einzelnachweise
Kategorie:Keramiker (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Geboren 1951 Kategorie:Frau