Treffer ins Glück ist ein deutscher Fernsehfilm von Jan Růžička aus dem Jahr 2026. Es handelt sich um den 31. Film der ARD-Reihe Praxis mit Meerblick mit Tanja Wedhorn als Ärztin Nora Kaminski in der Hauptrolle. Die deutsche Erstausstrahlung erfolgte am 8. Mai 2026 auf dem ARD-Sendeplatz Endlich Freitag im Ersten.

Handlung Als die Inselärztin Nora Kaminski ihren Sohn Kai in der Suchtklinik besucht, erleidet dieser bei einem Sturz während eines Fußballspiels eine Prellung der Kniescheibe. Bei der Gelegenheit lernt Nora neben der autoritären Klinikleiterin Michaela Richter auch die Verantwortliche für das Sportprogramm, Julia Fechner, kennen. Die erfolgreiche ehemalige Profispielerin klagt über einen Bewegungstremor an den Händen und eine unnatürlich seitlich geneigte Kopfhaltung. Nach der Untersuchung in ihrer Praxis, bei der sich der Befund bestätigt, überweist Nora die Patientin zur neurologischen Abklärung in das Klinikum Bergen. Dort entdeckt Dr. Maja Pirsich auf dem MRT Hinweise auf zurückliegende mechanische Schädelbelastungen, hervorgerufen durch Kopfbälle und Kollisionen mit anderen Spielerinnen. Während der Ausübung ihres Sports erlitt Julia ebenfalls ein Schädel-Hirn-Trauma, das ihrer Karriere ein vorzeitiges Ende setzte. In Kombination mit der erblichen Vorbelastung durch ihren verstorbenen Vater hat sich eine Parkinson-ähnliche Symptomatik entwickelt. In einem Anfall von Verzweiflung nimmt Julia sämtliche Trophäen aus ihrer Vitrine und zündet sie im Garten an. Nebenan beobachtet Olaf Kroll, beruflich als Umweltbeauftragter tätig, das Geschehen und fordert seine Nachbarin umgehend zum Löschen des Feuers auf. Zwecks Beweisaufnahme filmt er das ordnungswidrige Vorgehen. Als Reaktion schießt Julia ihm aus einem Impuls heraus einen Fußball an den Kopf, woraufhin der Geschädigte Anzeige wegen vorsätzlicher Körperverletzung erstattet. Trotz des eingeschränkten Bewegungsradius übernimmt Kai die Verteidigung, während sein Vater Peer ironischerweise die Gegenseite vertritt. Kai freundet sich mit seiner Mandantin an, nicht zuletzt, um Antworten auf seine eigenen ungelösten Lebensfragen im persönlichen Gespräch zu finden. Nachdem die medikamentöse Therapie bei Julia nicht angeschlagen hat, lassen ihre schlechten Leberwerte zunächst eine hepatische Enzephalopathie vermuten. Doch Nora entdeckt beiläufig eine charakteristische Veränderung ihrer Hornhaut, Kayser-Fleischer-Ring genannt, welche auf die erbliche Stoffwechselkrankheit Morbus Wilson hindeutet. Erschüttert realisiert Julia, dass ihr Vater noch länger hätte leben können, wenn seinerzeit keine falsche Diagnose gestellt worden wäre. Ohne die Erlaubnis der Aufsicht einzuholen, verschafft sich Kai unter tatkräftiger Mitwirkung von Roswitha und Michael Kubatsky Ausgang aus der Einrichtung, um Julia juristisch vertreten zu können. Der Vorwurf der vorsätzlichen Körperverletzung wird mithilfe eines medizinischen Gutachtens entkräftet. Als Simulant überführt, zieht Olaf Kroll seine Anzeige zurück und stimmt einer gütlichen Einigung zu. Julias Entschuldigung ebnet letztlich den Weg zu einem freundschaftlichen Miteinander.

Über seine spontane Einsatzbereitschaft als Anwalt hinaus hat sich Kai mit den Gegebenheiten in der Entzugsklinik arrangiert. Neben der Teilnahme an Roswithas Malkurs bekommt er ein Gedichtband des Lyrikers Rainer Maria Rilke von seiner früheren Freundin Mandy Petersen geschenkt, über das er sich mit seinem Zimmernachbarn Ronny Höppner philosophisch austauscht. Seine anfangs harmlose Knieverletzung hat sich derweil zu einer Schleimbeutelentzündung weiterentwickelt, die von Nora punktiert werden muss. Bei einem Telefonat versöhnt er sich mit seiner nach Paris zurückgereisten Verlobten Sophie. Peer möchte indes die Kanzlei in Sassnitz entgegen früherer Überlegungen weiterführen, um seine Ex-Frau häufiger sehen zu können.

In der Praxis hält Anton Zylka, der zur Krebsnachsorge in Behandlung ist, die Belegschaft in Atem. Da er über keine finanziellen Mittel verfügt, um seinen an einem Milztumor erkrankten Hund operieren zu lassen, bittet Nora den Tierarzt Dr. David Mandel um Hilfe. Dieser willigt ein, auch mit dem Hintergedanken, der Ärztin damit zu imponieren. Zum Dank für die erfolgreiche Vermittlung schenkt Anton Zylka dem Praxisteam eine selbst gefertigte Skulptur seines Hundes. Das misslungene „Kunstwerk“ wird zwar vorübergehend im Wartezimmer aufgestellt, aber bald darauf wieder entfernt, weil insbesondere jüngere Patienten verängstigt gewirkt haben. Nora überredet den Schöpfer, sein Werk dem für das Gelingen hauptverantwortlichen Dr. Mandel zukommen zu lassen. Als Gegenleistung für ihre Gemeinheit soll Nora ihn zum Abendessen ausführen, nachdem sie zuvor auf eine selbst ausgesprochene Einladung nicht eingegangen ist. Die ohnehin holprige Zusammenkunft findet allerdings durch einen veterinärmedizinischen Notfall einen jähen Abschluss.

Produktionsnotizen Die Dreharbeiten für Treffer ins Glück erstreckten sich zeitgleich mit der vorhergehenden Episode Leinen los und nachfolgenden Episode Aus heiterem Himmel vom 26. August bis zum 27. November 2025. Die Produktion erfolgte durch die Real Film Berlin. Als Schauplätze dienten die Insel Rügen und die deutsche Landeshauptstadt Berlin.

Rezeption Einschaltquote Die Erstausstrahlung am 8. Mai 2026 im Ersten wurde von 3,26 Millionen Zuschauern gesehen, was einem Marktanteil von 15,8 % entspricht.

Kritik Die Kritiker der Fernsehzeitschrift TV Spielfilm zeigten mit dem Daumen geradeaus und fassten den Film mit den Worten „Hier fehlt diesmal einfach der letzte Kick“ zusammen.

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Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2026 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Fernsehfilm (Das Erste) Treffer ins Glück