mini|hochkant|Dorfkirche Seggerde Die evangelische Dorfkirche Seggerde (auch: St. Petri) ist eine im Kern romanische, barockisierte Saalkirche im Ortsteil Seggerde von Oebisfelde-Weferlingen im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt. Sie gehört zum Kirchengemeindeverband Rätzlingen im Kirchenkreis Haldensleben-Wolmirstedt der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Geschichte und Architektur Die Kirche ist ein rechteckiger Bruchsteinbau aus Sand-, Kalk- und Feldsteinen mit gedrungenem quadratischem Westturm in Schiffsbreite mit Welscher Haube und Laterne, der den bescheidenen Kern des Bördeorts Seggerde dominiert.Bild auf der Website von Oebisfelde-Weferlingen Die Anlage geht im Kern auf einen romanischen Vorgängerbau zurück, von dem das Feldsteinmauerwerk in der Nordwand und eine vermauerte Rundbogenöffnung herrühren; die beiden nordseitigen, vermauerten Rundbogenportale stammen vielleicht aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts oder sind möglicherweise frühneuzeitlich. Renovierungen wurden am Ende des 16. Jahrhunderts und 1692 (nach einer Stifterinschrift über dem Westportal) durchgeführt. Eine Instandsetzung erfolgte nach 1991.

Das Innere ist mit einer hölzernen Tonnendecke aus der Zeit um 1860 abgeschlossen, mit aufgelegten, sich zu sechsteiligen Jochen verbindenden Rippen.

Ausstattung Die Altarwand mit Orgelprospekt im Rundbogenstil ist auf das Jahr 1883 datiert. Davor befindet sich die fein geschnitzte polygonale Renaissancekanzel vom Ende des 16. Jahrhunderts mit gedrehten, weinlaubumwundenen Ecksäulchen und Evangelistenfiguren vor Muschelnischen (die Christusfigur und der Engel des Matthäus wurden 1985 entwendet). In dem gegen das Schiff in weitem Rundbogen geöffneten Turm ist die verglaste, hufeisenförmige Herrschaftsempore eingebaut. Zwei manieristische Figurenepitaphe aus der Zeit um 1800 mit Bemalung erinnern an Joachim von Seggerde und seine Frau Clara von der Stretthorst; beide sind in spanischer Tracht dargestellt. Ein Inschriftgrabstein des J. von Seggerde mit Ahnenprobe ist ebenfalls erhalten.

Die Orgel war ursprünglich ein Werk von 1883, über den aktuellen Zustand des Werks ist nichts Näheres bekannt.

Literatur

Weblinks

Website des zuständigen Pfarrbereichs Flechtingen

Einzelnachweise

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