mini|Pierre Céré (2015) Pierre Céré (* 9. April 1959 in Rouyn-Noranda, Québec) ist ein kanadischer Politiker, Schriftsteller und Aktivist.

Leben und Karriere Céré wurde am 9. April 1959 in Rouyn-Noranda, Québec geboren. Sein Vater war Bergmann und seine Mutter Lehrerin. Von 1975 bis 1977 engagierte er sich in der Gruppe „En lutte!“. Bei dieser Gruppe handelte es sich um eine marxistisch-leninistische Organisation, die aus der Front de libération du Québec hervorgegangen war. 1982 zog er nach Montreal. In Montreal beteiligte er sich an der Organisierung arbeitsloser Arbeiter, bevor er in den späten 1980er Jahren nach Lateinamerika reiste. Nach seiner Rückkehr nach Montreal wurde er Aktivist und Organisator für Arbeitslose. Von 1997 bis 2024 war er Leiter des Komitees für Arbeitslose in Montreal und von 2005 bis 2024 Sprecher des Rates für Arbeitslose in Québec. Zwischen 1991 und 2025 hat er sieben Bücher geschrieben. Er hat auch einige Werke von Marta Harnecker aus dem Spanischen ins Französische übersetzt.

Im Jahr 2014 trat Céré der Parti Québécois bei. Er war der Kandidat der Partei bei der Provinzwahl 2014 im Landeswahlkreis Laurier – Dorion. Bei der Wahl belegte er den dritten Platz hinter dem liberalen Amtsinhaber Gerry Sklavounos. Am 7. Juni 2014 trat die Vorsitzende der Parti Québécois, Pauline Marois, zurück, nachdem ihre Partei bei der Provinzwahl 2014 in Québec eine Niederlage erlitten hatte. Am 21. Oktober 2014 kündigte Céré an, dass er beim Parteitag 2015 für den Vorsitz werben werde. Während seines Wahlkampfs kritisierte er die ehemalige Vorsitzende Pauline Marois und betonte seine sozialdemokratischen Vorstellungen. Kritisierte er auch seinen Gegenkandidaten Pierre Karl Péladeau dafür, dass dieser der wohlhabende Eigentümer des Medienunternehmens Québecor sei. Im Mai 2015 zog er seine Kandidatur zurück und unterstützte sowohl Martine Ouellet als auch Alexandre Cloutier für den Vorsitz. Auf dem Parteitag am 15. Mai 2015 wurde Pierre Karl Péladeau zum Vorsitzenden der Parti Québécois gewählt.

Während der Provinzwahl 2018 in Québec unterstützte Céré die politische Partei Québec solidaire. Er unterstützte den Wahlkampf des Politikers von Québec solidaire, Andrés Fontecilla – einem seiner Gegenkandidaten aus dem Jahr 2014. Fontecilla wurde mit 47,28 % der Stimmen gewählt.

Im Jahr 2026 trat er der Neuen Demokratischen Partei bei. Nachdem sein Parteikollege Alexandre Boulerice, zur Zeit Abgeordneter im Bundeswahlkreis Rosemont – La Petite-Patrie die Partei verlassen hat und angekündigt hat sein Unterhausmandat aufzugeben, wurde Céré Kandidat der Neuen Demokratischen Partei für die dann anstehende Nachwahl.

Werke Petit Guide de survie des chômeurs et chômeuses. Comité chômage de Montréal, Montreal 1991 (Erstausgabe). Une Gauche possible : Changement social et espace démocratique. Éditions Liber, Montreal 2010, ISBN 9782895782056. Coup de barre. Éditions Somme toute, Montreal 2016, ISBN 9782924606186. Les Pots cassés : Une histoire de l'assurance-chômage. Éditions Somme Toute, Montreal 2020, ISBN 9782897941284. La Crise et le filet social: Pourquoi la droite n'aime pas la PCU. Éditions Somme Toute, Montreal 2021, ISBN 9782897942724. Voyage au bout de la mine: Le scandale de la Fonderie Horne. Écosociété, Montreal 2023, ISBN 9782897198794. La Tête de l'emploi: Brèves histoires de chômage. Écosociété, Montreal 2025, ISBN 9782898571121.

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