Judith Zillich (* 6. Mai 1969 in Graz) ist eine österreichische bildende Künstlerin.

Leben Judith Zillich wurde am 6. Mai 1969 in Graz in der Steiermark geboren, ihre spätere Kindheit und Jugend verbrachte sie in der Stadt Salzburg.

Zillich studierte von 1992 bis 1995 Philosophie an der Universität Wien. Ab 1994 bis 2000 studierte sie Malerei an der Universität für angewandte Kunst Wien, wobei sie 1998 ein Auslandsstipendium an der École nationale supérieure des arts décoratifs in Paris erhielt.

Seit ihrem Studium lebt und arbeitet Zillich in Wien, wo sich auch ihr Atelier befindet. Seit 2024 unterrichtet Zillich Aktzeichnen an der privaten New Design University in St. Pölten.

Werk In ihrem multidisziplinären Werk verbindet Judith Zillich Ölmalerei, Skulpturen aus Keramik und Zeichnungen mit Eitempera auf Papier. Einen zentralen Schwerpunkt bildete über ein Jahrzehnt lang die fortlaufende künstlerische Auseinandersetzung mit dem Österreichischen Schriftsteller Hansjörg Zauner als alleinigem Modell ihrer Porträtserien. Seit ihrem Auslandsstipendium an der Ukrainian Catholic University in Lviv in der Ukraine im Jahr 2018 beschäftigt sich Zillich mit Ikonenmalerei. Dabei zerlegt sie traditionelle byzantinische Motive in einzelne Zeichen, um sie in zeitgenössischen Porträtdarstellungen neu zu interpretieren.

Ihre Werke wurden in institutionellen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland gezeigt, darunter im Egon Schiele Art Centrum in Český Krumlov, im Lentos Kunstmuseum Linz, im KULTUM Graz sowie im Essl Museum. Zudem präsentierte Zillich ihre Werke im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl Salzkammergut 2024.

Ausstellungen (Auswahl) Einzelausstellungen Quelle:Judith Zillich im Verlag Bibliothek der Provinz, abgerufen am 12. August 2026 2002 Galerie im Traklhaus, Salzburg 2002 Selbstportraits, Kulturzentrum bei den Minoriten, Graz 2010 Kunstforum Unterland, Südtirol 2015 Ein Mann im Raum, Galerie Gmünd, Kärnten 2020 100x1Modell, Egon Schiele Art Centrum, Ceský Krumlov, Tschechien (Katalog) 2021 Mutter Gottes, Kulturzentrum bei den Minoriten, Graz 2023 icones, lines under pressure, Zeta contemporary art center, Tirana, Albanien 2024 ein Dichter aus Obertraun, Kulturhauptstadt Salzkammergut 2024, Obertraun 2025 #Ikonen, Galerie Museum Krems, Krems an der Donau

Gruppenausstellungen Quelle: 2001 Reisen ins Ich, Sammlung Essl, Klosterneuburg (Katalog) 2010 Mutter unser, Kulturzentrum bei den Minoriten, Graz (Katalog) 2012 der nackte Mann, Lentos Kunstmuseum Linz (Katalog) 2013 der Mann / nackt, Schloss Britz, Berlin 2014 Georg Trakl – Preis für bildende Kunst, Galerie im Traklhaus, Salzburg 2015 Rabenmütter, Lentos Kunstmuseum Linz (Katalog) 2017 Selbstportraits, Kunstforum Unterland, Südtirol (Katalog) 2020 Körper, Im Kubus, Künstlerhaus Wien 2022 talking studios, Engländerbau, Vaduz 2025 Gott hat kein Museum, KULTUMuseum, Graz 2026 girl. woman. other, Kunsthaus Gmünd, Kärnten

Ausstellungskataloge Judith Zillich – Körperrand. Ausstellungskatalog, Ritter Verlag, Klagenfurt 2021, ISBN 978-3-85415-634-5. Judith Zillich – Mutter Gottes. Ikonen 2018–2022. Ausstellungskatalog, Verlag Bibliothek der Provinz, Weitra 2022, ISBN 978-3-99126-195-7.

Weblinks

Website Judith Zillich

Einzelnachweise

Kategorie:Bildender Künstler (Österreich) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1969 Kategorie:Frau