Rolf Schultze (* 24. März 1919; † 2007)Rolf Schultze. bei Deutsche Gesellschaft für Medaillenkunst e. V. war ein deutscher Bildhauer und Medailleur.

Leben und Werk Schultze erlernte bei seinem Vater in Leipzig das Gravieren und studierte von 1936 bis 1939 Malerei an der Leipziger Akademie für grafische Künste und Buchgewerbe. Nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde er zur Wehrmacht eingezogen. Er nahm am Krieg teil und geriet in Kriegsgefangenschaft.

1948 zog er nach Dresden, wo er als freischaffender Bildhauer arbeitete und vor allem Medaillen und Plaketten schuf. Er war ein „Vertreter der klassisch-strengen Porträtmedaille“.Wolfgang Steguweit: Die Medaille und Gedenkmünze des 20. Jahrhunderts in Deutschland. Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 2000, S. 204

Schultze war Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR. Er war 1972 und 1985 in Dresden auf den Bezirkskunstausstellungen und 1987/1988 auf der X. Kunstausstellung der DDR in Dresden vertreten.Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin, 2010, S. 866

1988 reiste er in die Bundesrepublik aus und ging nach Stuttgart.

Medaillen Schultzes befinden sich u. a. im Münzkabinett Dresden.

Weitere Werkbeispiele Medaillen Gedenkmedaille Carl Maria von Weber zum 200. Geburtstag (1986; Bronze, Ø 10,7 cm; auf der X. Kunstausstellung der DDR) Gedenkmedaille Heinrich Schütz zum 400. Geburtstag (1986; Bronze, Ø 8 cm; auf der X. Kunstausstellung der DDR)

Weitere Werke Präsident Wilhelm Pieck (um 1953; Relief, Stein)Der Bildindex der Kunst und Architektur nennt die Arbeit als Exponat auf der Dritten Deutschen Kunstausstellung. Der Katalog verzeichnet Schultz allerdings nicht als Teilnehmer der Ausstellung. Altaraufsatz (1958)

Einzelnachweise

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