Der Westfalenpokal 1981/82 war die 1. Austragung im Fußball-Westfalenpokal der Männer. Erster Pokalsieger wurde Oberligist Rot-Weiß Lüdenscheid.

Vorgeschichte

Der Pokalwettbewerb in der Saison 1981/82 war die erste Austragung des modernen und von nun an jährlich ausgetragenen Verbandspokalwettbewerbs im Bereich des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen. Seitdem ist der Wettbewerb auch einer der Qualifikationswege für den DFB-Pokal.

Vor Einführung des Westfalenpokals in seiner modernen Form waren die Qualifikationswege für den DFB-Pokal uneinheitlich. Eine Art „Vorgänger“, der jedoch nicht nur auf westfälische Mannschaften beschränkt war, war der Westdeutsche Pokal, der allerdings nur bis 1974 ausgetragen wurde und für westfälische Mannschaften zeitweise ebenfalls einen Qualifikationsweg für den DFB-Pokal eröffnete.

Für die Zeit vor 1945 finden sich vereinzelt Berichte über Wettbewerbe zur Ermittlung eines westfälischen Pokalsiegers, der manchmal als „Westfalenpokalsieger“ bezeichnet wird. Teilnehmerfeld, Modus, Bedeutung und Ergebnisse sind jedoch nur wenig dokumentiert. Die beiden letztdokumentierten Austragungen 1943 und 1944 mit dem Pokalsieger FC Schalke 04 wurden als „Gaupokal“ bezeichnet und waren gleichzeitig Qualifikationsturniere zur Ermittlung des Vertreters für den Fußballgau Westfalen im Tschammer-Pokal auf Reichsebene. Der früheste bekannte Sieger eines westfälischen Vorgängerwettbewerbs war Arminia Bielefeld, die 1908 laut Vereinschronik einen „westfälischen Pokal“ gewinnen konnten.

Teilnehmer und Modus Teilnahmeberechtigt waren die westfälischen Oberligisten. Jedoch hatten nicht alle Oberligisten für den neuen Wettbewerb gemeldet. Der Westfalenpokal wurde im Sommer 1982 quasi als „Vorbereitungsturnier“ der anstehenden Oberligasaison ausgetragen. Aufgrund der nur wenigen gemeldeten Mannschaften, waren nur Viertelfinale, Halbfinale und Finale (maximal also 7 Spiele bei maximal 8 Teilnehmern) zur Ermittlung des Pokalsiegers nötig.

Finale Im Finale besiegte Rot-Weiß Lüdenscheid in Paderborn den 1. FC Paderborn mit 2:0. Werner Kornacker traf in der 22. Minute per Flugkopfball zum 1:0. Matthias Rademacher traf kurz darauf zum 2:0-Endstand. Pokalsieger Rot-Weiß Lüdenscheid qualifizierte sich durch den Pokalsieg für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals 1982/83.

Qualifikation DFB-Pokal Als einer der drei größten Landesverbände im Deutschen Fußball-Bund durfte Westfalen drei Klubs für die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals 1982/83 melden. Neben dem Pokalsieger Rot-Weiß Lüdenscheid wurden zwei weitere Teilnehmer unter den anderen Teilnehmern des Westfalenpokals ermittelt. Die Hammer SpVg qualifizierte sich als unterlegener Halbfinalgegner der Lüdenscheider. Oberligameister TuS Schloß Neuhaus qualifizierte sich in einem Entscheidungsspiel gegen den Stadtrivalen 1. FC Paderborn.Schloß-Neuhaus besiegte also im Halbfinale den 1. FC Paderborn und war damit für den DFB-Pokal qualifiziert. Schloß-Neuhaus wäre daher eigentlich Gegner der Lüdenscheider im Westfalenpokalfinale gewesen. Aus Termingründen erklärte der Klub jedoch seinen Verzicht auf das Finalspiel. Stattdessen trat der eigentlich im Halbfinale ausgeschiedene 1. FC Paderborn im Finale gegen Lüdenscheid an.

Anmerkungen

Einzelnachweise

#1981 Kategorie:Fußballsaison 1981/82