Gerhard Bachmann (* 24. Mai 1946 in Reichenbach im Vogtland) ist ein deutscher Maler und Grafiker.
Leben und Werk Bachmann absolvierte von 1963 bis 1965 eine Lehre als Buchdrucker und arbeitete in seinem Beruf. Daneben machte er an der Außenstelle Karl-Marx-Stadt ein dreijähriges Abendstudium. Nach dem Wehrdienst in der NVA studierte er von 1972 bis 1977 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Gerhard Kettner und Günter Horlbeck Grafik. Seit dem Diplom als Grafiker und Maler ist er in Zwickau freischaffend tätig.
Bachmann war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR.easydb.archive Er hatte in der Zeit der DDR eine bedeutende Zahl von Einzelausstellungen, u. a. auch in Bulgarien, der CSSR, Polen, Portugal und der UdSSR, und nahm an wichtigen Gruppenausstellungen teil.
Seit 1986 ist er Dozent und seit 1999 Leiter des Zwickauer Förderstudios für Malerei und Grafik. Von 1989 bis 1992 übte er eine Lehrtätigkeit an der heutigen Fakultät Angewandte Kunst Schneeberg der Westsächsischen Hochschule Zwickau aus.
1990 gehörte er zu den Gründern des Kunstvereins Zwickau e. V., in dessen Vorstand er tätig ist.
Werkbeispiele aus der Zeit der DDR
Rufender (1981; Radierung)Abbildung in Bildende Kunst, Berlin, 4/1984, S. 183 An die Lebenden. Den gegen Unterdrückung kämpfenden Menschen gewidmet (vor 1981; Folge von 5 Kaltnadelradierungen) Bulgarische Zigeuner (1980; Blatt 4 aus der Folge von Kaltnadelradierungen Zigeunergruppe; auf der IX. Kunstausstellung der DDR) Nackt (1984; Blatt 6 aus dem Zyklus von Radierungen Dasein; 40,5 × 31,5 cm; Auftrag des Rates des Bezirks Karl-Marx-Stadt; auf der X. Kunstausstellung der DDR)
Ausstellungen (unvollständig)
Teilnahme an zentralen und wichtigen regionalen Ausstellungen in der DDR
1978 und 1980: Frankfurt/Oder („Junge Künstler der DDR“) 1979 und 1985: Karl-Marx-Stadt, Bezirkskunstausstellungen 1982/1983 und 1987/1988: Dresden, IX. und X. Kunstausstellung der DDR 1984: Berlin und weitere Städte („100 ausgewählte Grafiken“) 1984: Cottbus, Kunstsammlung Cottbus („Junge Künstler aus Karl-Marx-Stadt und Cottbus“) 1984/1985 Karl-Marx-Stadt, Städtisches Museum am Theaterplatz („Retrospektive 1945 – 1984. Bildende Kunst im Bezirk Karl-Marx-Stadt“) 1986: Magdeburg, Kloster Unser Lieben Frauen („Grafik in den Kämpfen unserer Tage“) 1989: Schwerin, Staatliches Museum („Farbige Grafik in der DDR“)
Einzelausstellung nach der deutschen Wiedervereinigung
2016: Zwickau, Galerie am Domhof („Melancholie des Glücks“)Flyer_In_Memoriam.pdf
Literatur
Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin, 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 39. Gerhard Bachmann (Hrsg.): Gerhard Bachmann – Melancholie des Glücks. Westermann Druck Zwickau GmbH, 2016 (mit Abbildungen von Arbeiten der Jahre 2013 bis 2015).
Weblink
Gerhard Bachmann – Galerie zArt
Einzelnachweise
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