mini|Odos Dionysiou-Areopagitou Die Odos Dionysiou Areopagitou () ist eine zur Fußgängerzone umgebaute Straße, die am Südhang der Akropolis von Athen im Stadtteil Makrygianni verläuft. Sie wurde nach Dionysios Areopagita benannt, dem ersten Athener, der laut der Apostelgeschichte durch die Predigt des Apostels Paulus zum Christentum konvertierte.

Geschichte Die Straße existierte schon im 5. Jahrhundert n. Chr. Damals verlief sie als Teil einer Ringstraße um die Akropolis. Jedoch verschwand sie im Laufe der Zeit und wurde dann im Jahr 1857 an einer Stelle wieder angelegt, die weiter nördlich lag als heute, direkt vor dem Odeon des Herodes Atticus. Der Architekt Dimitris Pikionis gestaltete die Straße 1955 neu, dadurch erhielt sie ihre heutige Form; er entwarf auch die Fußgängerwege der archäologischen Stätte der Akropolis.

Heute verläuft die etwa 830 Meter lange Odos Dionysiou Areopagitou von Osten nach Westen. Sie beginnt an der Leoforos Vasilissis Amalia in der Nähe des Hadrianstors und endet am Philopapposhügel, wo sie auf die Odos Apostolos Paulus trifft, der Verlängerung der Fußgängerzone rund um die archäologische Stätte der Akropolis und der Agora.

Die Straße wurde 2003 zur Fußgängerzone umgestaltet. Seitdem wird sie häufig von Straßenmusikanten genutzt, außerdem beginnt hier die jährlich stattfindende Rally Acropolis.

Bauwerke Am Anfang der Straße nahe der Vasilissis-Amalia-Allee befinden sich auf beiden Seiten Gebäude mit Geschäften. Hinter der Makrygianni Straße ist die Nordseite jedoch frei und bietet einen Blick auf die archäologische Stätte der Akropolis. In der Nähe der Straße befindet sich der Eingang zum antiken Dionysostheater. Auf der Südseite befinden sich das Akropolis-Museum und ein vornehmes Wohnviertel mit luxuriösen Mehrfamilienhäusern und Herrenhäusern, unter anderem ist dort auch der Sitz der spanischen Botschaft in einem von Ernst Ziller entworfenen Haus mit der Nummer 21. Seit 2026 befindet sich dort auch eine Skulptur des auf einer Bank sitzenden griechischen Dichters Konstantinos Kavafis, ein von Praxitelis Tzanoulinos geschaffenes Kunstwerk, das die Onassis Stiftung der Hauptstadt schenkte. Die von 1919 bis 1926 erbaute, griechisch-orthodoxe Kirche Agia Sofia Akropoleos, die der Sophia von Mailand gewidmet ist, steht mit der Hausnummer 45 nahe der Stelle, an der das Fundament des Hauses des Philosophen Proklos gefunden wurde. Am Ende der Straße befindet sich der Eingang zum Odeon des Herodes Atticus.

Bekannte Anwohner Vangelis Papathanasiou, Komponist. Konstantinos Parthenis, Maler, dessen Haus für den Umbau zur Fußgängerzone abgerissen wurde. Akis Tsochatzopoulos, Politiker. Xenophon Zolotas, Wirtschaftswissenschaftler und ehemaliger Premierminister Griechenland.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Verkehrsgeschichte (Griechenland) Kategorie:Straße in Athen Kategorie:Straße in Europa