Johann Christoph Andreas Maximilian Mayer, seit 1865 von Mayer (* 9. Februar 1840 in Minden; † 1. November 1899 in Wiesbaden) war ein preußischer Generalleutnant.

Leben Herkunft Maximilian war das zehnte von elf Kindern des preußischen Hauptmanns und Domänenrates in Dortmund Eduard von Mayer (1795–1874) und dessen Ehefrau Lisette, geborene Schlieper (1805–1878). Sein Vater war am 20. Mai 1865 durch Wilhelm I. in den erblichen preußischen Adelsstand erhoben worden.

Militärkarriere Nach dem Besuch des Kadettenkorps wurde Mayer am 2. Mai 1857 als charakterisierter Portepeefähnrich dem 13. Infanterie-Regiment der Preußischen Armee überwiesen und avancierte bis Mitte November 1858 zum Sekondeleutnant. Ab dem 1. November 1863 fungierte er als Adjutant des Füsilier-Bataillons und nahm in dieser Eigenschaft im Jahr darauf während des Krieges gegen Dänemark an den Gefechten bei Eckernförde, Missunde, Rackebüll, dem Sturm auf die Düppeler Schanzen sowie dem Übergang nach Alsen teil. Für sein Wirken wurde Mayer der Rote Adlerorden IV. Klasse mit Schwertern verliehen.

Nach dem Krieg stieg er zum Premierleutnant auf und diente ab Mitte Mai 1866 als Regimentsadjutant. Mayer nahm in der Folge während des Deutschen Krieges mit seinem Regiment am Mainfeldzug teil, kämpfte bei Wiesenthal und wurde bei Waldfenster durch einen Schuss durch den linken Fuß schwer verwundet. Ausgezeichnet mit dem Kronen-Orden IV. Klasse war er nach dem Friedensschluss im September 1866 für einen Monat Führer der 2. Kompanie. Von Mitte Dezember 1866 folgte für ein Jahr seine Kommandierung zur Dienstleistung beim Westfälischen Feldartillerie-Regiment Nr. 7 sowie von Juni bis September 1868 beim 2. Garde-Ulanen-Regiment. Ab dem 21. Oktober 1869 war Mayer als Adjutant der 39. Infanterie-Brigade kommandiert. Er nahm in dieser Stellung nach dem Beginn des Krieges gegen Frankreich an den Schlachten bei Mars-la-Tour und Noisseville teil. Während der Belagerung von Metz trat er mit der Beförderung zum Hauptmann als Chef der 7. Kompanie Ende September 1870 zu seinem Regiment in den Truppendienst zurück. Im weiteren Kriegsverlauf nahm er an einer Reihe von Gefechten teil, erlitt bei Colombey einen Schuss durch den linken Unterschenkel und bei Vorges durch den linken Fuß.

Ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse erfolgte nach dem Friedensschluss Mitte Juli 1871 seine Versetzung nach Durlach in das 2. Badische Grenadier-Regiment Kaiser Wilhelm Nr. 110. Nachdem man ihm Anfang Juli 1881 zum überzähligen Major befördert hatte, war Mayer vom 15. April 1882 bis zum 11. Januar 1884 etatmäßiger Stabsoffizier und anschließend Kommandeur des I. Bataillons in Mannheim. Unter Beförderung zum Oberstleutnant wurde er am 2. August 1888 als etatmäßiger Stabsoffizier in das 3. Hessische Infanterie-Regiment Nr. 83 nach Kassel versetzt. Nachdem Mayer im Herbst 1889 an der Generalstabsübungsreise des XI. Armee-Korps teilgenommen hatte, beauftragte man ihn Mitte Mai des Folgejahres unter Stellung à la suite mit der Führung seines Regiments. Unter Beförderung zum Oberst wurde er am 23. Mai 1890 zum Kommandeur des Verbandes ernannt und war vom 24. Mai bis zum 29. Juni 1893 zum Oberersatzgeschäft im Bezirk der übergeordneten 44. Infanterie-Brigade kommandiert. Daran schloss sich mit der Beförderung zum Generalmajor am 17. März 1894 eine Verwendung als Kommandeur der 67. Infanterie-Brigade in Metz an. Am 12. September 1896 trat er den Posten als Kommandant von Metz an. Mayer wurde in dieser Stellung im Juni 1897 mit dem Stern zum Kronen-Orden II. Klasse mit Schwertern am Ringe ausgezeichnet, erhielt am 27. Januar 1898 den Charakter als Generalleutnant sowie einen Monat später die Erlaubnis zur Annahme des Großkomturkreuzes des Bayerischen Militärverdienstordens.Militär-Wochenblatt. Nr. 18 vom 25. Februar 1899, S. 451. In Genehmigung seines Abschiedgesuches wurde er am 3. Juli 1899 mit der gesetzlichen Pension zur Disposition gestellt. Wilhelm II. verlieh ihm anlässlich seiner Verabschiedung den Stern zum Roten Adlerorden II. Klasse mit Eichenlaub und Schwertern am Ringe.Militär-Wochenblatt. Nr. 68 vom 2. August 1899, S. 1713.

Familie Mayer hatte sich am 18. September 1873 in Unna mit Anna Kipp (1853–1928) verheiratet. Aus der Ehe gingen die Tochter Helene (1874–1961) und der Sohn Max (1876–1897) hervor.

Literatur Julius von Basse, Karl von Kleinsorgen: Stammliste des Infanterie-Regiments Herwarth von Bittenfeld (1. Westfälisches) Nr. 13. Verlag Belser, Stuttgart 1913, S. 174–175. [Wilhelm] Bodenstein: Offizier-Stammliste des 2. Badischen Grenadier-Regiments Kaiser Wilhelm I. Nr. 110. Gerhald Stalling, Oldenburg 1902, S. 99–100. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1907. Erster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1906, S. 514–515. (Digitalisat) [Hans] Wallmüller: Offizier-Stammliste des Königlich Preußischen Infanterie-Regiments von Wittich (3. Kurhessisches) Nr. 83. 1866–1903. Mittler & Sohn, Berlin 1903, S. 129–130.

Einzelnachweise

Kategorie:Generalleutnant (Königreich Preußen) Kategorie:Person im Deutsch-Dänischen Krieg (Preußen) Kategorie:Person im Deutschen Krieg Kategorie:Person im Deutsch-Französischen Krieg Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes II. Klasse Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 2. Klasse Kategorie:Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 2. Klasse Kategorie:Träger des Bayerischen Militärverdienstordens (Großkomtur) Kategorie:Träger des Ordens vom Zähringer Löwen (Ritter I. Klasse) Kategorie:Träger des Verdienstordens Philipps des Großmütigen (Ritter I. Klasse) Kategorie:Träger des Militär-Verdienstkreuzes (Waldeck) Kategorie:Infanterist (Preußen) Kategorie:Nobilitierter (Preußen) Kategorie:Person (Metz) Kategorie:Preuße Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1840 Kategorie:Gestorben 1899 Kategorie:Mann