Melanie Ender (geboren 1984) ist eine österreichische Künstlerin, deren Installationen 2026 erstmals in Deutschland in einer Einzelausstellung gezeigt werden.

Leben und Werk Melanie Ender entschied sich mit ungefähr 17 Jahren dafür, Kunst zu ihrer Hauptbeschäftigung zu machen. Sie studierte von 2006 bis 2013 an der Universität für angewandte Kunst sowie an der Akademie der bildenden Künste Wien. Nach ihrem Studium befragt, gab sie in einem Interview an, ausgehend von der Fotografie und der Beschäftigung mit Materialien zu einer „installativen Arbeitsweise“ gekommen zu sein und „skulpturale Momentaufnahmen“ zu kreieren. Viele ihrer Installationen bestehen aus Gips und Messing oder Buntmetallen. Über ihre Arbeitsweise wurde anlässlich ihrer Ausstellung im Universalmuseum Joanneum in Graz Folgendes geschrieben: „Melanie Ender arbeitet mit konventionellen industriellen Materialien wie Rigipsplatten, Kupferrohren, Messingstangen oder Stahlblechen, die sie einer poetischen Transformation unterzieht. Die marginalen Stoffe werden präzise bearbeitet und in postminimalistischer Weise zueinander in Bezug gesetzt.“

Ihre Werke werden in Museen, auf Kunstmessen und in Galerien ausgestellt, unter anderem waren ihre Werke im Belvedere 21, in der Neue Galerie Graz – Museum Joanneum und im Wien Museum MUSA zu sehen.

2019 wurde sie für den Kardinal-König-Kunstpreis nominiert. 2022 und 2023 wurde sie mit dem Staatsstipendium für bildende Kunst der Republik Österreich unterstützt und erhielt den Förderungspreis der Stadt Wien in der Sparte Bildende Kunst. Darüber hinaus nahm sie an Residenzprogrammen in Rom, Istanbul, Turin, Mexiko-Stadt und Madrid teil.

Im Juli 2026 wurde ihre erste Einzelausstellung in Deutschland in dem ursprünglich für Arno Breker errichteten Kunsthaus Dahlem eröffnet. Melanie Ender stellte dort unter dem Namen almost in between (Beinahe Dazwischen) „eine Reihe feingliedriger, ortsspezifischer Installationen, die in einen Dialog mit der Architektur des Hauses und seiner Geschichte als Ort künstlerischer Produktion treten“ sollen, aus.

Die Künstlerin lebt und arbeitet vorwiegend in Wien.

Ausstellungen (Auswahl) 2021 Smooth, so Surface! oh Yeah …, Startgalerie, Wien 2021 Universalmuseum Joanneum, Graz 2024 two limerick oysters, Bildraum 07, Wien 2026 almost in between im Künstlerhaus Dahlem, Berlin (Einzelausstellung) 2026 Dialoge 26 „Boden under pressure“, Verein für Kunst und Stadt, Wien (mit Hans Schabus)

Literatur Sabine Folie, Mariel Vela García, Corneli Lein: Melanie Ender. Vfmk Verlag für moderne Kunst GmbH, ISBN 978-3-99153-065-7.

Weblinks Website von Melanie Ender

Einzelnachweise

Kategorie:Objektkünstler (Österreich) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1984 Kategorie:Frau