Rémi Sciuto (* 1976 in Paris) ist ein französischer Jazzmusiker (Alt-, Bariton- und Sopraninosaxophon, Klarinette, Flöte, Komposition, Arrangement).

Wirken Sciuto hatte Jazzunterricht an der Nationalen Musikhochschule Noisiel-Val-Maubuée unter der Leitung von Bertrand Auger. Nach drei Jahren am Konservatorium von Val-Maubuée wechselte er zum Jazzprogramm des Pariser Konservatoriums CNSM, das er vier Jahre später (2001) mit dem ersten Preis abschloss. Parallel dazu war er mit Christophe Monniot und Denis Charolles Mitglied der Campagnie des musiques à ouïr, die bis 2004 vier Alben veröffentlichte.

Sciuto war an Projekten von Fred Pallem beteiligt, vor allem an dessen großformatigem Sacre du Tympan. Seit 1999 ist er auch Mitglied des Caratini Jazz Ensembles, mit dem er mehrere Alben vorlegte, wirkte mit Patrice Caratini aber auch in anderen Besetzungen, etwa im Duo und im Trio Short Songs. Weiterhin war er an verschiedenen großformatigen Produktionen (Théâtre du Châtelet, Don't Singin in the Rain, 42nd Street) beteiligt und arbeitete mit Künstlern wie Tony Allen (A Tribute to Art Blakey and the Jazz Messengers), Michel Portal, Louis Sclavis, André Ceccarelli, Air, Michel Legrand, Édouard Baer oder dem ungarischen Gitarristen Csaba Palotaï. Sylvaine Hélary holte ihn in ihre Ausgabe des Orchestre National de Jazz, für die er auch komponierte (With Carla).

Sciuto gründete das von ihm geleitete Trio Wildmimi, mit dem er drei Alben veröffentlichte, Groove-je? (Label Bleu 2005), Rêves et fantasmes d’une chaussure ordinaire (Le Chant du Monde, 2010) und La révolte des couverts (Train Fantôme, 2018), das zunächst auch als Wildmimi Antigroove Syndicate fungierte (Le fil sous la neige, 2006). Außerdem komponierte er, etwa für den zeitgenössischen Zirkus (Les Colporteurs, Cheptel Aleikoum), und arbeitete mit Chansonsängern wie Julien Clerc, Charles Aznavour, Bernard Lavilliers, Sébastien Tellier, Renaud Séchan, Francis Cabrel oder Jane Birkin zusammen.

Im Bereich des Jazz war Sciuto zwischen 2000 und 2025 an wenigstens 19 Aufnahmen beteiligt, auch mit Alban Darche (Le Gros Cube #2), Daniel Zimmermann, dem Ensemble Nord-Sud, der Grupa Palotaï, Paris Jazz Big Band, Phonic S.A., Qüntêt, Wati Watia Zorey Band.

Preise und Auszeichnungen Sciuto gewann 2000 den Solistenpreis beim Jazzwettbewerb von La Défense.

Diskographische Hinweise Patrice Caratini / Hildegarde Wanzlawe / Rémi Sciuto: Short Songs (CaraMusic 2015) Palotaï, Argüelles, Sciuto: Antiquity (BMC Records 2019)

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Einzelnachweise

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