mini|hochkant|rechts|Adolf Huszár mini|Villa und Atelier Huszár mini|hochkant|Grab Adolf Huszár Adolf Huszár (* 18. Juni 1843 in Jakubov; † 21. Januar 1885 in Budapest) war ein ungarischer Bildhauer.

Leben Adolf Huszár erhielt seine erste Ausbildung als Eisengießer, bevor er ab 1861 bei Anton Dominik von Fernkorn an der Akademie der bildenden Künste Wien Bildhauerei studierte und ab 1866 im Atelier von Hanns Gasser arbeitete. Seit 1871 war er für den Magnaten Miklós Vay tätig. 1873 gewann er den Wettbewerb für die Errichtung eines Denkmals für den 1871 verstorbenen ungarischen Dichter und Politiker József Eötvös, das er, unter Mitwirkung von Caspar von Zumbusch,Eötvös-Denkmal. In: Neue Illustrirte Zeitung, II. Jg., Nr. 32, vom 9. August 1874 S. 11. 1876 vollendete. In Budapest schuf er ferner das auf dem Platz vor der Metropolitankirche der Entschlafung der Gottesmutter aufgestellte Denkmal des Dichters Sándor Petőfi (1882) sowie das des Politikers Ferenc Deák (1887 vollendet von Alajos Stróbl), in Szeged 1876 das Denkmal des Schriftstellers András Dugonics. 1878 gewann Huszár den Wettbewerb für das Denkmal der Märtyrer von Arad, dessen Vollendung – abgesehen von der bekrönenden Statue der Pannonia – er nicht mehr erlebte. Sein 1880 für den am Wiener Oktoberaufstand 1848 beteiligten General Józef Bem in Neumarkt am Mieresch wurde nach der Übernahme Siebenbürgens durch das Königreich Rumänien 1919 entfernt. Als Auftragsarbeit des Grafen Jenő Zichy entstand für die Ungarische Landesausstellung von 1885 im Millenniumshaus die Statue von Venus und Amor im heutigen Gellértbad in Budapest. Für die Gloriette des 1875 und 1883 von Miklós Ybl errichteten Budapester Burggarten-Basars schuf er die Statuen der Vier Jahreszeiten. Eine auf der Budapester Weihnachts-Ausstellung 1884 ausgestellte folkloristische Skulpturengruppe Spiel auf Zigeuner! wurde von der Kritik aufgrund ihres „scharfen Verständnisses des Typischen“ gerühmt.Heinrich Glücksmann: Die Budapester Weihnachts-Ausstellung. In: Allgemeine Kunst-Chronik IX, Nr. 5 vom 27. Dezember 1884, S. 1063f.

Sein früher Erfolg als Bildhauer erlaubte Huszár 1879 den Erwerb eines Grundstücks gegenüber der Ungarischen Akademie der Bildenden Künste, an der er als Lehrer tätig war, und 1881 die Errichtung einer eigenen Villa mit Atelier durch den Architekten Kálmán Gerster, die zum Ausgangspunkt einer eigenen Künstlerkolonie Epreskerti művésztelep (Künstlerkolonie im Maulbeergarten) wurde.Epreskert auf der Website budapestcity.org Das 1925–27 erweiterte Haus dient heute als Sitz der Russischen Botschaft in Budapest.

Adolf Huszár starb nur 41-jährig auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Bestattet wurde er auf dem Kerepesi Friedhof in Budapest (Grab 34/1-2-42). Die Grabskulptur der Schicksalsgöttin Parze schuf 1899 der Bildhauer Gyula Donáth.

Werke

Literatur Heinrich Glücksmann: Adolf Huszár †. In: Allgemeine Kunst-Chronik IX, Nr. 5 vom 31. Januar 1885, S. 89–91.

Weblinks

Artikel Adolf Huszár auf der Website arcanum.com Artikel Adolf Huszár auf der Website arthistoricum.net

Einzelnachweise

Kategorie:Bildhauer Kategorie:Bildender Künstler (Österreich-Ungarn) Kategorie:Person (Kaisertum Österreich) Kategorie:Ungar Kategorie:Geboren 1843 Kategorie:Gestorben 1885 Kategorie:Mann