Elisabeth von Molo, auch Liesel von Molo (* 1944), ist eine deutsche Schauspielerin, Regisseurin, Dialogbuchautorin sowie Synchronsprecherin.

Leben und Karriere Elisabeth von Molo ist die Tochter des Journalisten und Filmproduzenten Conrad von Molo und der Regisseurin und Dialogbuchautorin Beate von Molo, geb. Moissi. Ihr Großvater mütterlicherseits war der österreichische Schauspieler Alexander Moissi.

Elisabeth von Molo begann in den 1960er Jahren mit der Schauspielerei in München. So war sie 1965 unter der Regie Gottfried Reinhardts in der US-amerikanischen Kriegskomödie Lage hoffnungslos – aber nicht ernst als Wanda zu sehen. Elisabeth von Molo war auch als Theaterschauspielerin tätig. So spielte sie 1974 an der Schaubühne am Halleschen Ufer in West-Berlin die Rolle der Simoniña in Ramón del Valle-Incláns Tragikomödie Divinas Palabras. Sie war zudem in zwei Folgen der Fernsehserie Der Kommissar zu sehen.

In verschiedenen deutschen Spielfilmen war Elisabeth von Molo als Regieassistentin und Regisseurin tätig, so in Rainer Matsutanis Nur über meine Leiche, Peter Sehrs Obsession und Jobst Oetzmanns Die Einsamkeit der Krokodile. In internationalen Co-Produktionen verantwortete Elisabeth von Molo die deutschen Dialoge. So in Alain Bonnots TV-Spielfilm Das Geheimnis des 13. Wagens, in Francis Ford Coppolas Spielfilm Jugend ohne Jugend und in Marie Noëlles und Peter Sehrs Spielfilm Die Frau des Anarchisten.

Bis heute ist Elisabeth von Molo umfassend im Bereich der Film- und Fernsehsynchronisation in München und Berlin tätig. Seit den 1960er Jahren lieh sie ihre Stimme Schauspielerinnen, wie Joan Hickson, Katherine Crawford, Susan Sarandon, Cybill Shepherd, Jamie Lee Curtis und Helen Mirren. Jedoch war sie niemals Feststimme eine ihrer synchronisierten Schauspielerinnen. Als Dialogbuchautorin und -regisseurin war Elisabeth von Molo unter anderem verantwortlich für bekannte Produktionen, wie Betty und ihre Schwestern (1995), Sinn und Sinnlichkeit (1995), Godzilla (1998), Plötzlich Prinzessin (2001), Kindsköpfe (2010), 21 Jump Street (2012), Peter Hase (2018) und Glennkill: Ein Schafskrimi (2026).

Elisabeth von Molo war mit dem deutschen Filmcutter Wolfgang Burkhard verheiratet. Aus der Ehe stammt der gemeinsame Sohn Gedeon Burkhard, der ebenfalls als Schauspieler tätig ist. Elisabeth von Molo wohnt mit ihrem Sohn in Berlin.

Filmografie

Schauspiel

1965: Lage hoffnungslos – aber nicht ernst

Synchronisation

Synchronsprecherin (Auswahl)

1963: Für Joan Hickson als Hausfrau in Himmlische Freuden 1970: Für Katherine Crawford als Ellen in Die Frau des Anderen 1970: Für Susan Sarandon als Melissa Compton in Joe – Rache für Amerika 1971: Für Cybill Shepherd als Jacy Farrow in Die letzte Vorstellung [BRD-Synchro 1973] 1973: Für Jacqueline Bisset als Julie in Die amerikanische Nacht 1973: Für Kitty Winn als Sharon Spencer in Der Exorzist 1987: Für Jamie Lee Curtis als Lynn Taylor in Schweigende Stimmen 1990: Für Helen Mirren als Frances Penny Bethune in Bethune – Ein Arzt wird zum Helden 2021: Für Danielle Kennedy als Roller Granny in Ghostbusters: Legacy 2023: Für Melissa Leo als Susan Plummer in The Equalizer 3 – The Final Chapter

Dialogbuch- und regie (Auswahl)

1994: Betty und ihre Schwestern 1995: Sinn und Sinnlichkeit 1998: Godzilla 2001: Plötzlich Prinzessin 2002: Signs – Zeichen 2004: The Punisher 2005: Capote 2010: Kindsköpfe 2011: Die Schlümpfe 2012: 21 Jump Street 2014: The Equalizer 2017: Emoji – Der Film 2018: Peter Hase 2022: Ein Mann namens Otto 2025: 28 Years Later 2026: Glennkill: Ein Schafskrimi

Weblinks

Einzelnachweise

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