Water from an Ancient Well ist ein Musikalbum von Abdullah Ibrahim. Die 1985 in den Van Gelder Studios, Englewood Cliffs (New Jersey), entstandenen Aufnahmen erschienen 1986 auf Black-Hawk Records. Spätere Ausgaben veröffentlichte Enja.

Hintergrund In der Formation, die er später Ekaya nannte, arbeitete Abdullah Ibrahim mit einem Septett; dessen selbstbetiteltes Album erschien 1983. Der Gruppe gehörten Musiker wie der Tenorsaxophonist Ricky Ford, der Altsaxophonist Carlos Ward, der Baritonsaxophonist Charles Davis und der Posaunist Dick Griffin an; an die Stelle von Cecil McBee trat nun am Kontrabass David Williams; Schlagzeuger war erneut Ben Riley. Sie interpretierten auf diesem Album acht Eigenkompositionen Ibrahims, darunter eine neue Version von „Mannenberg“.

Titelliste Abdullah Ibrahim: Water from an Ancient Well (BlackHawk Records – BKH 50207) A1: Mandela 4:59 A2: Song for Sathima (Daughter of Cape Town) 6:12 A3: Manenberg Revisited (Cape Town Fringe) 6:11 A4: Tuang Guru 5:26 B1: Water from an Ancient Well 11:59 B2: The Wedding 2:41 B3: The Mountain 3:21 B4: Sameeda 5:56

Alle Kompositionen stammen von Abdullah Ibrahim.

Rezeption Scott Yanow verlieh dem Album in Allmusic die Höchstbewertung von fünf Sternen und schrieb, diese herausragende Aufnahme von Abdullah Ibrahim, die zunächst in den USA vom inzwischen aufgelösten Label Black Hawk veröffentlicht wurde, präsentiert den Pianisten und Komponisten mit einem exzellenten Septett. Dessen Musiker würden sich von ihrer kreativsten und emotionalsten Seite zeigen. Viele der Melodien (insbesondere „Mandela“, „Song for Sathima“, „Water From an Ancient Well“ und das wunderschöne „The Wedding“) zählten zu Ibrahims besten Kompositionen.

Angesichts seiner tief verwurzelten südafrikanischen Tradition und der von Thelonious Monk inspirierten eigenwilligen Synkopen habe Ibrahim so kraftvoll swingen wie kaum ein anderer im Jazz gekonnt, meint Michael J. West in JazzTimes. Das „Little-Big-Band“-Format von Ekaya mit vier Bläsern sei ideal gewesen, um diese Fähigkeit zur Geltung zu bringen, und man könne sich fast vorstellen, wie Tänzer zu dieser noch immer stark vom Folk geprägten Hommage an den damals [noch] inhaftierten Nelson Mandela wirbeln. Es gebe wunderschöne, gekonnte Soli von allen vier Bläsern.; Ibrahim selbst bleibe dabei im Hintergrund, doch seine raffinierten, swingenden Fills seien dennoch kaum zu überhören.

Ibrahims Septett Ekaya sollte sich nach seiner Gründung im Jahr 1983 als eine seiner beständigsten Bands erweisen, meint Ammar Kalia (The Guardian). Mit der ungewöhnlichen Besetzung aus drei Saxophonen, Posaune, Bass und Schlagzeug ermöglichte die erweiterte Bläsersektion Ibrahim, Kompositionen mit Bigband-Charakter und einer treibenden Rhythmusgruppe im kleinen Format zu schreiben. Diese Kombination komme im Eröffnungsstück „Mandela“ besonders deutlich zum Ausdruck. Die Komposition, die zu den am stärksten swingenden Stücken des modernen Jazz zähle, besteche durch fröhliche Soli aller Mitglieder der Bläsersektion, während Ibrahim selbst im Hintergrund bleibe und den Rhythmus mit seinen gut platzierten Phrasen der rechten Hand sanft vorantreibe.

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Einzelnachweise

Kategorie:Album (Jazz) Kategorie:Album 1986 Kategorie:Abdullah-Ibrahim-Album