mini|Kirche Leipnitz mini|Innenansicht zum Altar mini|Innenansicht zur Orgel Die evangelische Kirche Leipnitz ist eine barocke Saalkirche im Ortsteil Leipnitz von Grimma im Landkreis Leipzig in Sachsen. Sie gehört zur Kirchengemeinde Zschoppach im Kirchenbezirk Leisnig-Oschatz der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens und kann in der Regel nicht besichtigt werden.Informationen zur Kirche auf architektur-blicklicht.de
Geschichte und Architektur Die erhöht gelegene, große Saalkirche aus den Jahren 1701–1704 wurde maßgeblich unter dem Patronat des Oberhofjägermeisters Wolf Dietrich von Erdmannsdorf erbaut. Der Turm wurde nach Einsturz im Jahr 1790 wiedererrichtet. Restaurierungen fanden in den Jahren 1842, 1892, 1904, 1930 und 2004–2008 statt. Das Bauwerk ist ein verputzter Bruchsteinbau mit dreiseitigem Ostschluss und einem Westturm über quadratischem Grundriss. Die Flachbogenfenster sind mit Schlussstein versehen.
Im Innern schließt eine schlichte Stuckdecke, die von sechs rotmarmorierten Säulen getragen wird, den Raum ab. Emporen sind an drei Seiten eingebaut. Die barocke Ausstattung ist ebenfalls in rotgrauer Marmorierung gefasst. Im Chor befinden sich zweigeschossige Logen mit stuckierten Decken, an der Südwand im Untergeschoss ein Beichtstuhl.
Ausstattung Das Hauptstück der Ausstattung ist ein Altar aus dem Jahr 1703 in der Art einer Ädikula; das Altarblatt zeigt eine Kreuzigungsdarstellung von Karl Gottlob Schönherr vom Ende des 19. Jahrhunderts. In den gemalten Nischen zu beiden Seiten sind Petrus und Paulus zu sehen. Die muschelförmige Kanzel stammt aus dem Jahr 1702; auf dem Schalldeckel ist der Salvator mundi zu sehen.
Die Orgel ist ein Werk von Alfred Schmeisser aus dem Jahr 1906 mit 18 Registern auf zwei Manualen und Pedal.Information auf der Orgeldatenbank Orkasa
In der Turmhalle befindet sich ein großer Kruzifixus vom Anfang des 16. Jahrhunderts, der im Jahr 1675 neu gefasst wurde. An der äußeren Ostwand ist ein Grabdenkmal aus Sandstein eines Herrn von Haugwitz aus der Zeit um 1580 erhalten; er zeigt den Verstorbenen in voller Rüstung mit zum Gebet gefalteten Händen. An der südlichen Friedhofsmauer ist ein Sandsteindenkmal von 1739 erhalten, eine reiche Arbeit aus barocker Zeit.
Literatur
Weblinks
Website der zuständigen Kirchengemeinde Zschoppach
Einzelnachweise
Kategorie:Kirchengebäude in Grimma Kategorie:Kulturdenkmal in Grimma Kategorie:Kirche in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens Kategorie:Saalkirche in Sachsen Kategorie:Barocke Kirche Kategorie:Barockbauwerk in Sachsen Kategorie:Kirchengebäude in Europa