mini|Zigarettenpackung Comme il faut (Menthol)
Die Compagnie des Tabacs Comme Il Faut (kurz: CIF; deutsch: Tabakgesellschaft „Comme il Faut“) ist der einzige Hersteller von Tabakwaren in Haiti mit Sitz in Port-au-Prince. Das Unternehmen ist nicht an der Börse notiert und vollständig im Besitz der amerikanischen Luckett Holdings (auch Luckett Tobaccos) mit Sitz in Louisville, Kentucky.
Geschichte Die Tabakgesellschaft „Comme il Faut“ geht auf eine bereits im Jahr 1920 in Haiti tätige Tabakpflanzerei zurück. Im Jahr 1927 wurde das Unternehmen in Louisville, Kentucky, von einer Gruppe Investoren eingetragen, die H.D. Luckett die Leitung übertrugen. Haiti war von 1915 bis 1934 von den Vereinigten Staaten besetzt, was die Umsetzung amerikanischer Geschäftsinteressen weitgehend ermöglichte.
Die erste Anlage zur Produktion von Zigaretten, die eine Kapazität von 800 Zigaretten pro Minute hatte, wurde im Jahr 1934 installiert. Vermarktet wurde die Produktion unter dem Markennamen Ritz Blend. Zwei Jahre später wurde die Marke Splendid auf den Markt gebracht, die für mehr als 40 Jahre den haitianischen Zigarettenmarkt beherrschte. Die Herstellung erfolgte in einem in Port-au-Prince gelegenen Betrieb.
Die Marke Comme il faut wurde im Jahr 1965 eingeführt und 1982 um die Menthol-Version erweitert. Dieses Produkt ist seitdem die führende Zigarettenmarke des Landes, wobei für „Wie es sich gehört“ steht. Dieses Motto wird in jüngerer Zeit zu Marketingszwecken für das Unternehmen insgesamt mit Blick auf Nachhaltigkeit und sozio-ökonomisches Agieren postuliert.
Im Jahr 1972 verlegte das Unternehmen die Produktion nach Cazeau, einen Gemeindebezirk von Tabarre nordöstlich des internationalen Flughafens Port-au-Prince. Die Verwaltung verblieb bis 1987 im Zentrum der Hauptstadt.
Im Jahr 2008 führte das Unternehmen im niedrigeren Preissegment die Marke Point ein. Bei dem verheerenden Erdbeben des Jahres 2010 verlor es 30 Prozent seiner Mitarbeiter einschließlich des Geschäftsführers und musste Schäden an Gebäuden und Anlagen hinnehmen. Bereits einen Monat nach der Katastrophe lag die Produktion wieder bei 90 Prozent der ursprünglichen Kapazität.
Geschäftsaktivitäten Obwohl die Tabakgesellschaft „Comme il Faut“ das Monopol über den Markt der im Inland hergestellten Zigaretten innehat, kann sie diese Marktmacht nur begrenzt nutzen. Angesichts der geringen Kaufkraft der Bevölkerung führt eine Steigerung des Preises zu schwindender Nachfrage. Das Unternehmen arbeitet so profitabel, dass es im Fiskaljahr 2017/2018 mit 1.451.575.618 Gourdes (ca. 15 Millionen US-Dollar) viertgrößter Steuerzahler des Landes war. Die gesamten Steuereinnahmen das Staats lagen bei 2,2 Milliarden US-Dollar.
Da das Unternehmen keine Geschäftszahlen veröffentlicht, ist die Jahresproduktion von ein bis zwei Milliarden Zigaretten aus der Höhe der jährlichen Steuerzahlungen sowie der Anzahl von Konsumenten und deren hochgerechnetem Kaufverhalten und letztlich der installierten Kapazitäten für die Produktion abzuleiten.
Neben dem zentralen Lager in Tabarre unterhält das Unternehmen Auslieferungslager in Cap-Haitien, Gonaïves, Les Cayes und Miragoâne. Durch die Nähe des Firmensitzes zum Flughafen Port-au-Prince begünstigt und während der Krise in Haiti ermöglicht, führt CIF Vorprodukte aus dem Ausland ein und liefert Zigaretten als Auftragsfertigung an internationale Kunden.
Für den haitianischen Markt besteht das Angebot (Stand 2026) aus:
Comme il Faut Menthol, 20er Packung Comme il Faut Menthol, 10er Packung Comme il Faut Regular, 20er Packung Comme il Faut Regular, 10er Packung Point Menthol, 20er Packung Point Régulier, 20er Packung
Da diese Zigaretten nicht in Deutschland angemeldet sind, verfügen sie über keine Steuerbanderole und dürfen nach Deutschland nur bei Einreise aus dem nicht-EU Ausland als Eigenbedarf (bis zu 200 Sück) eingeführt werden.
Siehe auch
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Zigarettenmarke Kategorie:Lebensmittelhersteller (Haiti) Kategorie:Unternehmensgründung 1927 Kategorie:Port-au-Prince