Kiril Milanow (; * 17. September 1948 in Dupniza; † 25. Januar 2011) war ein bulgarischer Fußballspieler. Der Stürmer spielte für die bulgarische Nationalmannschaft, mit der er an der WM-Endrunde 1974 teilnahm.
Sportlicher Werdegang Milanow begann seine Karriere bei DFS Marek Stanke Dimitrow, in der Spielzeit 1966/67 stieg er mit der Mannschaft jedoch aus der erstklassigen A Grupa ab. Nach dem direkten Wiederaufstieg platzierte er sich in den folgenden Jahren mit der Mannschaft im hinteren Mittelfeld, ehe am Ende der Spielzeit 1971/72 als Tabellenvorletzter der erneute Zweitligaabstieg stand. Milanow wechselte anschließend innerhalb der A Grupa zu Akademik Sofia. Hier war er mit 16 Saisontreffern vereinsintern bester Torschütze und führte die Mannschaft damit in der Endabrechnung der Spielzeit 1972/73 auf den fünften Tabellenrang. Zudem debütierte er kurz vor Saisonende im April 1973 in der bulgarischen Nationalmannschaft, als diese sich im Balkan-Cup 1973/76 im Halbfinalhinspiel der Türkei mit 2:5 geschlagen geben musste. Mit dem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:3 gelang ihm direkt sein erstes Länderspieltor.
Milanow wechselte im Sommer 1973 zu Lewski-Spartak Sofia und führte die Mannschaft in der Spielzeit 1973/74 als Erstligatorschützenkönig zum Meisterschaftsgewinn. Im Wettbewerb um den Sowjetarmee-Pokal 1973/74 erreichte er zudem mit der Mannschaft das Finale, in dem durch eine 1:2-Niederlage gegen ZSKA Septemwrijsko sname Sofia ohne sein Mitwirken ein Doublegewinn verpasst wurde. Im anschließenden Sommer nominierte ihn Nationaltrainer Christo Mladenow für den Kader bei der WM-Endrunde 1974 in Deutschland. Nach zwei Unentschieden und einer 1:4-Niederlage gegen den späteren Vizeweltmeister Niederlande im abschließenden Gruppenspiel schieden die Osteuropäer frühzeitig aus dem Turnier aus. Milanow war dabei hinter dem gesetzten Sturm um Wojn Wojnow, Pawel Panow und Georgi Denew ohne Einsatz geblieben und wurde nach dem Turnier ein Jahr lang nicht mehr in der Nationalelf berücksichtigt, bei der Rückkehr im Juni 1975 trug er mit einem Tor zum 5:0-Heimsieg gegen Malta im Rahmen der Qualifikation zur Europameisterschaft 1976 bei. Im Wettbewerb um den Sowjetarmee-Pokal 1975/76 erreichte er erneut das Endspiel, dieses Mal wurde ZSKA Septemwrijsko sname Sofia mit 4:3 nach Verlängerung besiegt. Anschließend trat er mit der Mannschaft im Europapokal der Pokalsieger 1976/77 an, wo die Mannschaft erst im Viertelfinale gegen Atlético Madrid die Segel streichen musste. Mit seinen bis dahin in den drei Runden des Wettbewerbs erzielten 13 Treffer reichten letztlich zur Krönung als Wettbewerbstorschützenkönig. Unterdessen gelang in der Spielzeit 1976/77 nach zwei Vizemeisterschaften der Doublegewinn, als neben der Meisterschaft im Wettbewerb um den Sowjetarmee-Pokal 1976/77 Lokomotive Sofia nach Treffern von Wojn Wojnow und Jordan Jordanow bei einem Gegentreffer von Radoslaw Sdrawkow besiegt wurde. Kurze Zeit später bestritt er am 1. Juni gegen Irland im Rahmen der Qualifikation zur WM-Endrunde 1978 das letzte seiner 21 Länderspiele, in denen er vier Tore erzielt hatte. In der als Tabellendritter beendete Spielzeit 1977/78 kam er nach persönlicher Intervention von Milko Balew, dem als „grauer Kardinal der BKP“ berüchtigten Kabinettschef, nicht mehr zum Einsatz, seine letzten Pflichtspiele für den Klub bestritt er außerhalb des nationalen Spielbetriebs in den ersten Runden des Europapokals der Landesmeister 1977/78.
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