Gulbity () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Stadt-und-Land-Gemeinde Morąg im Powiat Ostródzki.
Geographische Lage Gulbity liegt am Westufer des Jezioro Narie () im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, fünf Kilometer nordöstlich der Stadt Morąg bzw. 25 Kilometer nördlich der Kreismetropole Ostróda.
Geschichte Das einstige Golbitten bestand aus mehreren kleinen Gehöften und wurde 1437 als Gylbin erwähnt.Dietrich Lange: Golbitten, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Es gab es bereits zur Ordenszeit als ein Dorf zu Kulmer Recht und gehörte zum Kammeramt Mohrungen in der Komturei Elbing.Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Golbitten (Landkreis Mohrungen) Im Jahre 1353 wurde hier Land als Dienstgut verliehen, 1437 fand sich ein Eintrag im Zinsbuch des Ordens.
Im Jahre 1820 wurde Golbitten als ein königliches Bauerndorf mit 21 Einwohnern genannt.
Als 1874 der Amtsbezirk Himmelforth im ostpreußischen Kreis Mohrungen errichtet wurde, gehörte Golbitten von Anfang an bis 1945 dazu.Rolf Jehke: Amtsbezirk Himmelforth 53 Einwohner zählte das Dorf im Jahre 1885, und im Jahre 1910 waren es 55.
Am 30. September 1928 wurde das Gutsdorf Woritten nach Golbitten eingemeindet. Die Einwohnerzahl veränderte sich bis 1933 auf 117 und belief sich 1939 auf 121.Michael Rademacher: Ortsbuch Landkreis Mohrungen
Mit der Abtretung des gesamten südlichen Ostpreußen 1945 in Folge des Zweiten Weltkrieges an Polen erhielt Golbitten die polnische Namensform „Gulbity“. Das Dorf ist heute eine Ortschaft innerhalb der Stadt-und-Landgemeinde Morąg im Powiat Ostródzki, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Dazugehörige Ortsteile sind Woryty Morąskie und Worytki. Gulbity zählte im Jahre 2021 172 Einwohner.
Religion Bis 1945 war Golbitten kirchlich nach Mohrungen orientiert: zur evangelischen St.-Peter-und-Paul-Kirche im Kirchenkreis Mohrungen innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 466 sowie zur römisch-katholischen Pfarrei St. Joseph im Dekanat Pomesanien des damaligen Bistums Ermland.
Der Bezug zur Stadt Morąg ist auch heute gegeben: römisch-katholischerseits wie bisher zur Pfarrei St. Joseph, nun allerdings im Dekanat Morąg im Bistum Elbląg gelegen, sowie zur evangelischen Kirchengemeinde der Stadt, die jetzt jedoch eine Filialgemeinde der Pfarrei Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen ist.
Verkehr Gulbity liegt an einer Nebenstraße, die bei Niebrzydowo Wielkie von der Woiwodschaftsstraße 528 abzweigt und über Bogaczewo bis nach Żabi Róg führt.
Die nächste Bahnstation ist der Bahnhof in der Stadt Morąg an der PKP-Bahnstrecke Olsztyn–Bogaczewo (– Elbląg). Bis 1945 bestand außerdem Bahnanschluss an die Bahnstrecke Mohrungen–Wormditt über die Bahnstation Groß Hermenau. Die Strecke wurde in Kriegsfolge geschlossen und die Anlagen weitestgehend demontiert.
Weblinks Bildarchiv Ostpreußen: Slideshow Golbitten
Einzelnachweise
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