Heinz Reiser (* 11. April 1927; † 8. August 2020 in Heusenstamm) war ein deutscher Meteorologe. Er war von 1984 bis 1992 Präsident des Deutschen Wetterdienstes.
Werdegang Reiser legte das Abitur an der Helmholtzschule in Frankfurt am Main ab.Schriften des VEH, Nr. 1, 1988, S. 45 Nach Abschluss seines Studiums der Meteorologie und Geophysik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main begann er 1953 zunächst als wissenschaftliche Hilfskraft in einem Forschungsprojekt des kurz zuvor gegründeten Deutschen Wetterdienstes (DWD). Damals wurden unter seiner Mitarbeit erste numerische Wettervorhersagemodelle entwickelt. Als Referatsleiter „Theoretische Meteorologie“ in der Forschungsabteilung des DWD baute er dann eine operationelle numerische Wettervorhersage auf und beschaffte den ersten Großrechner des DWD. Von 1973 bis 1984 leitete er die Forschungsabteilung des DWD. Von 1984 bis 1992 war er Präsident des Deutschen Wetterdienstes. Als solcher war er auch Mitglied im Exekutivrat der Weltorganisation für Meteorologie. In dieser Zeit wurde unter Reisers Ägide ein neues, feinmaschigeres Wettervorhersagemodell beim DWD eingeführt. Zudem leitete er die Integration des Meteorologischen Dienstes der DDR in den Deutschen Wetterdienst. Als Leiter der deutschen Delegation war er maßgeblich an der Weiterentwicklung des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage und der Europäischen Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten beteiligt.
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Einzelnachweise
Kategorie:Präsident einer Bundesoberbehörde Kategorie:Deutscher Wetterdienst Kategorie:Meteorologe Kategorie:Absolvent der Goethe-Universität Frankfurt am Main Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1927 Kategorie:Gestorben 2020 Kategorie:Mann