Die Aktiengesellschaft Thüringische Werke (auch: A.G. Thüringische Werke, AThW) war eine staatliche Beteiligungs- und Vermögensverwaltungsgesellschaft im Eigentum des 1920 neu gegründeten Landes Thüringen. Sie bestand etwa 10 Jahre von 1926 bis 1937.

Für die Gründung brachte das Land Thüringen sämtliche Beteiligungen an Energieversorgungsunternehmen (6,5 Mio. Reichsmark) und Barleistungen in Höhe von 1,5 Mio. RM ein. Die A.G. Thüringische Werke hatte die Aufgabe, die energiewirtschaftlichen Pläne, das heißt die flächendeckende Elektroversorgung, des Landes finanziell abzusichern. Dabei sollte die AG die Aktivitäten der früher gegründeten Landeselektrizitätsgesellschaft Thüringenwerk und der A.G. Obere Saale (Agos), die den Bau der Saaletalsperre am Bleiloch betrieb, finanzieren.

Die A.G. Thüringische Werke hielt demnach Beteiligungen an: Thüringenwerk thüringische Gasversorgungsunternehmen, Schleizer Kleinbahn AG, Oberweißbacher Bergbahn AG, Thüringer Luftverkehr AG.

Am 31. März 1937 kam es aus finanziellen Gründen zur Auflösung der AThW, auf Beschluss des Thüringer Finanzministerium ohne Liquidation. Dabei übernahm das Thüringenwerk das Vermögen und die Schulden der AThW als Ganzes.

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