Die Adorno-Vorlesungen sind eine öffentliche Vorlesungsreihe an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, die seit 2002 gemeinsam vom Institut für Sozialforschung und dem Suhrkamp Verlag veranstaltet wird. Jährlich werden dort an drei Abenden in Erinnerung an Theodor W. Adorno von einem geladenen Gast Vorlesungen gehalten, bei denen es weniger um eine Werkdeutung gehen soll, als vielmehr ein Sichtbarmachen der lebendigen Spuren seines interdisziplinären Wirkens in der Philosophie, der Literatur-, Kunst- und Sozialwissenschaft. 2019 gab es anlässlich des 50. Todestags ausnahmsweise eine Vorlesung, die sich mit Adorno selbst auseinandersetzte.https://www.theorieblog.de/wp-content/uploads/2019/05/Adorno-Vorlesungen-2019-Flyer.pdf
Dozenten
2002: Judith Butler, Kritik der ethischen Gewalt 2003: Claus Offe, Selbstbetrachtung aus der Ferne: Tocqueville, Weber und Adorno in den Vereinigten Staaten 2004: Eva Illouz, Gefühle in Zeiten des Kapitalismus 2005: Quentin Skinner, Freiheit und Pflicht 2006: Stephen Greenblatt, Shakespeare: Freiheit, Schönheit und die Grenzen des Hasses 2007: Horst Bredekamp, Theorie des Bildakts 2008: Luc Boltanski, Soziologie und Sozialkritik 2009: José Brunner, Die Politik des Traumas: Gewalterfahrungen und psychisches Leid in den USA, in Deutschland und im Israel/Palästina-Konflikt 2010 wurde aus organisatorsichen Gründen in das nächste Jahr verlegthttps://web.archive.org/web/20130423015026/http://www.ifs.uni-frankfurt.de/newsletter/Newsletter-%202-10.pdf 2011: Robert B. Pippin, Kunst als Philosophie 2012: Wolfgang Streeck, Gekaufte Zeit: Die vertagte Krise des demokratischen Kapitalismus 2013: Albrecht Koschorke, Hegel als Erzähler. Die narrative Verfasstheit der europäischen Moderne 2014: Michèle Lamont, Worlds of Worth. Cultural Processes of Inequality 2015: Diedrich Diederichsen, Körpertreffer: Zur Ästhetik der nachpopulären Künste 2016: Didier Fassin, Das Leben: Eine kritische Gebrauchsanweisung 2017: Danielle Allen, Politische Gleichheit 2018: Lutz Raphael, Jenseits von Kohle und Stahl: Gesellschaftsgeschichte der Deindustrialisierung 2019: Peter E. Gordon, Prekäres Glück: Adorno und die Quellen der Normativität 2020 entfielen die Vorlesungen aufgrund der Corona-Pandemie 2021: Dagmar Herzog, Eugenische Phantasmen: Eine deutsche Geschichte 2022: Linda Martín Alcoff, Kultureller Rassismus und die Krise der weißen Identität: Ein dekolonialer Weg 2023: Ilka Quindeau, Psychoanalyse und Antisemitismus 2024: Loïc Wacquant, Rethinking the Penal State 2025: Katharina Pistor, In guter Verfassung? Zur Neuordnung des Geldwesens 2026: Melinda Cooper, Anachronism in Our Times
Weblinks
Seite zu den Adorno-Vorlesungen beim IfS Publikationen der Adorno-Vorlesungen bei Suhrkamp
Einzelnachweise
Kategorie:Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main Kategorie:Theodor W. Adorno Kategorie:Serie