Niedergößnitz ist eine Ortschaft und gleichnamige Streusiedlung in der Weststeiermark in der Marktgemeinde Maria Lankowitz im Bezirk Voitsberg in der Steiermark. Die Ortschaft hat Einwohner (Stand ).
Lage und Geographie Niedergößnitz liegt im südlichen Teil der Marktgemeinde Maria Lankowitz, südwestlich des Ortszentrums. Der Ort liegt auf einem nach Südosten streichenden Ausläufer des Wölkerkogels, der zum Graben des Gößnitzbaches hin abfällt.
Durch den Ort verläuft keine größere Straße, sondern nur die Gößnitzstraße, die Gößnitz über Niedergößnitz mit Hochgößnitz verbindet.
Geschichte Zu den ältesten Siedlungsspuren bei Niedergößnitz zählt ein bei Drainagearbeiten freigelegtes Bronzebeil, das sich in der Sammlung des Stadtmuseums Köflach befindet. Der heutige Ort Niedergößnitz entstand im Hochmittelalter auf einem Rodungsgebiet. Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort 1473 als die Klain Gosnitz. Weitere Erwähnungen erfolgten um 1790 als Nider Gesnitz sowie schließlich 1822/23 als Nieder-Gößnitz. Der Ortsname dient zur Unterscheidung von dem Ort Hochgößnitz, wobei bis zum Ende des 18. Jahrhunderts die Bezeichnung Kleingößnitz diente.
Bis zur Abschaffung der Grundherrschaften im Jahr 1848 gehörten die Bewohner von Niedergößnitz im Verlauf der Jahrhunderte zu verschiedenen Herrschaften. So hatten die Herrschaften Greißenegg, Kleinkainach, Lankowitz (mit dem Schleifferamt), Obervoitsberg (mit dem Amt Gößnitz), Piber sowie Reiteregg Untertanen im Ort. Ein Teil der Bewohner gehörten zur Pfarrgült von Köflach. Der Getreidezehnt ging an die Herrschaft Lankowitz. Der Ort war Teil des Werbbezirks Lankowitz.
Mit der Konstituierung der freien Gemeinden im Jahr 1850 wurde Niedergößnitz Teil der Ortsgemeinde Gößnitz. Als am 1. Januar 2015 Gößnitz im Rahmen der Gemeindestrukturreform mit der Marktgemeinde Maria Lankowitz zusammengelegt wurde, wurde auch Niedergößnitz Teil der neuen Gemeinde.
Wirtschaft und Infrastruktur Niedergößnitz ist land- und forstwirtschaftlich geprägt, wobei hier in der Vergangenheit vor allem die Ochsen und Schafzucht eine größere wirtschaftliche Bedeutung spielte. In der Zwischenkriegszeit wurde bei der Bstemmermühle in einem Schurfbau Muskovit abgebaut.
Der Ort ist nach Lankowitz eingepfarrt, nachdem er bis 1786 von der Pfarre Köflach seelsorgerisch versorgt worden war.
Kultur und Sehenswürdigkeiten Die Grambichlerkapelle wurde 1882 erbaut und diente ab 1940 als Ort der katholischen Erziehung der Ortsjugend.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1473 Kategorie:Geographie (Maria Lankowitz) Kategorie:Pack- und Stubalpe Kategorie:Ort im Bezirk Voitsberg Kategorie:Ort im Einzugsgebiet Kainach (Mur)