Die Herren von Rittersbach (auch: Retersbach, Retersbeek, Retersbeke o. ä.) waren ein niederländisch-niederrheinisches Uradelsgeschlecht, das von Schloss Retersbeek bei Klimmen im Herzogtum Limburg stammte. Von diesem Schloss nahm das Geschlecht auch den Namen. Durch Heirat gelangte ein Zweig des Geschlechts in das Kölner Patriziat. mini|hochkant|Wappen derer von Rittersbach Ferner ist die Familie eines Stammes mit den späteren Grafen von Schaesberg.

Geschichte

Ursprung Bereits im Jahre 1282 erschien Fridericus de Retersbeke in einer Urkunde des Walram Herr von Monjoie und Valkenburg als dessen Lehnsmann. Weiter trat Heinrich von Retersbeck im Jahre 1287 mit seiner Frau Clementia auf. Sie schenkten dem Kloster St. Gerlach Land bei Beck und Haasdal. Ein Jahr später quittierte Heinrich dem Walram von Valkenburg den Lehnsdienst; dies wurde unter anderem von dem zuvor genannten Friedrich von Retersbeke bezeugt. Zuletzt erschien Heinrich, als die Schöffen von Maastricht bestätigten, dass er 1293 seinen Besitz an die Deutschordensballei Biesen übertrug. Die Gebrüder Joannes und Wenemar de Retersbeke stellten der Stadt Köln im Jahre 1291 eine Quittung über den empfangenen Sold aus. Erst im Jahre 1334 erschien das Geschlecht erneut mit dem Knappen Gerhard von Retersbeck, der eine Urkunde des Johann III. von Brabant bezeugte. Im darauffolgenden Jahre trug Walram von Retersbeck den Hof Retersbeke dem Grafen Rainald II. von Geldern für 200 Mark zu Lehn auf. Von 1351 bis 1352 trat ein Fredericus de Retersbeke auf. Peter von Retersbeck kam 1351 in einer Urkunde des Erzbischofs Wilhelm von Köln vor. Scheinbar erwarb er für 100 goldene Schilde die Ministerialität des Erzbischofs. Urkundlich erschien Peter noch bis 1383; er hatte drei Söhne: Gerit, Reyner und Peter. Letzterer war ein Bastard und wurde bis 1383 von seinen Brüdern bevormundet. Unklar ist, welcher Peter von Retersbeck die Gebela de Rhode ehelichte. Außerdem wurde 1370 Johan de Rietersbecke genannt. Ferner erschienen die 1358 Hildeswindis und 1398 die Elsbed von Retersbeck in den Urkunden von St. Salvator auf.

Stammvater der Grafen von Schaesberg war Wilhelm II. von Retersbeck, der 1381 erstmals erschien.

Niederländische Linie In den Niederlanden ist folgende Stammliste nachgewiesen:

Niederrheinische Linie Die am Niederrhein ansässige Linie war zunächst mit Gut Norprath bei Grevenbroich belehnt; außerdem führte sie unter anderem den Namenszusatz „Frixheim“, da die Linie ungefähr ein Drittel dieser Herrlichkeit besaß.Josef Schmitz: Rittersitze, Stiftshöfe und Klostergüter am Gillbach (= Beiträge zur Geschichte der Gemeinde Rommerskirchen Band V), Rommerskirchen 2008, S. 129. So besteht folgende Stammliste dieses Zweiges:

Des Weiteren erschienen:

Ein Reinhard von Rittersbach war 1623 Schöffe von Bürvenich. Im Jahre 1597 waren unbekannte Eheleute von Rittersbach Pächter des Sittarder Hofes in Widdeshoven auf 24 Jahre.Schmitz (2008), S. 199

Wappen Blasonierung: In Gold ein rotes Hirschgeweih. Auf dem Helm ein rotes Hirschgeweih. Die Helmdecken sind rot-golden.

Literatur

Herbert M. Schleicher (Bearb.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitäts-Bibliothek zu Köln, Band 13 (Mappe 995–1070; Reven–Scheidt gt Weschpfennig) (= Veröffentlichungen der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde e. V., Nr. 88), Köln 1997, S. 117–119. Leo Peters: Geschichte des Geschlechtes von Schaesberg bis zur Mediatisierung (= Ein Beitrag zur Erforschung der interterritorialen Verflechtungen des rhein-maasländischen Adels), Van Gorcum & Comp., Assen 1972, S. 4–8 (tracelimburg.nl). Anton Fahne: Geschichte der kölnischen, jülichschen und bergischen Geschlechter in Stammtafeln, Wappen, Siegeln und Urkunden, Band 1, Heberle, Köln und Bonn 1848, S. 376 (hhu.de).

Einzelnachweise

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