Paul Mulholland Butler (* 15. Juni 1905 in South Bend, Indiana; † 30. Dezember 1961 in Washington, D.C.) war ein US-amerikanischer Rechtsanwalt und Politiker der Demokratischen Partei, der unter anderem zwischen 1955 und 1960 Vorsitzender des Democratic National Committee (DNC) war.
Leben Paul Mulholland Butler, Sohn von James P. Butler (1864–1916) und Mary Elizabeth Mulholland Butler (1866–1961), absolvierte nach dem Schulbesuch ein Studium der Rechtswissenschaften an der University of Notre Dame, das er 1927 mit einem Bachelor of Laws (LL.B.) beendete, und nahm daraufhin eine Tätigkeit als Rechtsanwalt auf. Zugleich begann er Ende der 1920er Jahre auch sein politisches Engagement für die Demokratische Partei und fungierte zunächst 1928 als Vorsitzender der „Young Democrats“, der Jugendorganisation der Demokratischen Partei, im St. Joseph County. Ferner war er Mitglied der römisch-katholischen Laienvereinigung der Kolumbusritter und engagierte sich in seinem Geburtsort South Bend 1946 als Präsident der Katholischen Wohlfahrtsorganisationen (South Bend Catholic Charities) sowie der örtlichen Kaufmannschaft (South Bend Association of Commerce). Danach war er von 1948 bis 1952 Vorsitzender des Democratic Central Committee für den 3. Kongresswahlbezirk von Indiana, dessen damaliges Mitglied vom 3. Januar 1949 – 3. Januar 1951 für eine Wahlzeit Thurman Charles Crook war, sowie zeitgleich zwischen 1948 und 1952 Mitglied des Indiana State Central Committee, des Führungsgremiums der Demokratischen Partei in diesem Bundesstaat.
Im Anschluss gehörte Butler von 1952 bis 1960 dem Democratic National Committee (DNC), dem nationalen Organisationsgremiums der Demokratischen Partei, als Mitglied an und war 1952 Vorsitzender der Delegation aus Indiana beim Democratic National Convention, dem Parteitag der Demokratischen Partei, der im Turnus von vier Jahren stattfindet und während dessen den Präsidentschafts- und Vizepräsidentschaftskandidaten der Demokratischen Partei nominiert sowie ein Parteiprogramm festlegt, sowie 1954 Hauptredner beim Parteitag des Bundesstaates Indiana. Als Nachfolger von Stephen A. Mitchell wurde er 1955 schließlich Vorsitzender des Democratic National Committee und verblieb in dieser Funktion bis Juli 1960, woraufhin Henry M. Jackson ihn ablöste. Im DNC war er ein entschiedener Verbündeter von Adlai Ewing Stevenson, Jr. und nutzte das Amt des DNC-Vorsitzenden, um politische Standpunkte gegen die Regierung Eisenhower zu formulieren. Seine liberale Haltung stieß bei konservativen und gemäßigten Demokraten auf Widerstand.
Aus seiner am 24. September 1934 geschlossenen Ehe mit Anne S. Briscoe Butler (1907–2005) gingen die Kinder: Paul M., Kevin J., Brian Stephen Butler (1941–2002), Maureen A. sowie Karen Butler Morley-Khan (1938–2001) hervor. Nach seinem Tod wurde er auf dem Cedar Grove Cemetery in Notre Dame im St. Joseph County bestattet.
Literatur „Paul M. Butler Is Dead at 56; Former Democratic Chairman“, The New York Times, 31. Dezember 1961 George Roberts: Paul M. Butler, Hoosier politician and national political leader, University Press of America, Lanham 1987, ISBN 978-0-81916-2-960
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Einzelnachweise
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