alternativtext=Skelett des 1246 verstorbenen Bischofs Peder Elafsen in einem gemauerten Grab in den Überresten der Klosterkirche von Øm|mini|hochkant|Skelett des 1246 verstorbenen Bischofs Peder Elafsen in seinem gemauerten Grab vor dem Hochaltar der Klosterkirche von Øm

Peder Elafsen (auch Elavsøn oder Olafsen) (* um 1181; † 1246) war vermutlich ab 1224 bis zu seinem Tod Bischof von Aarhus.

Leben Über Peder Elafsens Herkunft ist nichts bekannt. Es ist anzunehmen, dass er aus einer adligen Familie stammte.

Zwar ist Peder Elafsen erst 1238 im Zusammenhang mit dem Vertrag von Stensby als Bischof erwähnt, es ist jedoch anzunehmen, dass er der direkte Nachfolger des 1224 verstorbenen Ebbe Vognsen war. Dieser amtierte seit 1216 und war möglicherweise ein Bruder von Peder und Skjalm Vognsen aus dem Hvidegeschlecht, die dieses Amt seit 1194 nacheinander innehatten.

1241 nahm Peder Elafsen am Danehof in Vordingborg teil und unterzeichnete zusammen mit allen anderen Bischöfen des dänischen Reichs das von König Waldemar II. erlassene und vermutlich von Bischof Gunner von Viborg verfasste Jyske Lov. Ehe König Erik IV. Plovpenning 1245 auf Kreuzzug nach Estland ging, ernannte er Peder Elafsen zum Mitglied des Reichsrats, der in seiner Abwesenheit die Regierung übernehmen sollte.

Mit dem Domkapitel hatte Peder Elafsen dagegen 1244/45 Streit um das Recht, neue Kanoniker einzusetzen. Das Kapitel appellierte an den Papst, und Erzbischof Uffe Thrugotsen von Lund musste schlichtend eingreifen.

Der Bischof stand dem Kloster Øm, einer in seiner Diözese liegenden Zisterzienserabtei, nahe, verbrachte dort regelmäßig die Fastenzeiten und förderte das Kloster finanziell, mit dem Geschenk wertvoller Bücher und der Überlassung von Sødring, einer heute landfesten Insel im Randers Fjord.

Peder Elafsen starb Ende 1246 und wurde laut der Exordium Monasterii Caræ Insulæ genannten Klosterchronik von Øm vor dem der Klosterpatronin Maria geweihten Hochaltar im Chor der noch nicht fertiggestellten Klosterkirche von Øm beigesetzt. Vermutlich hatte er sich wegen des Streits mit dem Domkapitel gewünscht, nicht im Dom zu Aarhus bestattet zu werden. Anschließend blieb der Bischofssitz für drei Jahre vakant. Der schließlich gewählte Nachfolger Peder Ugotsøn wurde ein erklärter Gegner des Klosters Øm.

Grab Im Zuge der Ausgrabungen im Kloster unter Anders Andersen wurde 1941 Peder Elafsens Grab aufgefunden. In dem aus Feldbrandziegeln gemauerten romanischen Grab lag das gut erhaltene Skelett eines mittelgroßen, älteren Mannes, der aufgrund der Grabbeigaben eindeutig als Bischof zu deuten ist. Das Grab befand sich hinter dem Hochaltar, wo laut der Klosterchronik Peder Elafsen beigesetzt war. Der Verstorbene war etwa sechzig Jahre alt geworden und besaß ein gut gepflegtes Gebiss. Er litt an einer vermutlich angeborenen Schiefstellung des Halses, weshalb sein Hals vor der Beisetzung gebrochen werden musste, damit sein Kopf in den schmalen Kopfraum passte. Zudem war er an Lepra erkrankt, deren Folgen aber möglicherweise noch nicht sichtbar waren. Von seiner Kleidung haben sich Reste seidener, golddurchwirkter Textilien, vermutlich eine Stola, erhalten. Er trug ein Bischofsring, dessen Edelstein verloren ist, und ein kleines Silberkreuz auf der Brust, das eher als Pilgerzeichen denn als Bischofskreuz anzusehen ist. Außerhalb des gemauerten Sargs standen einige Tontöpfe, in denen während der Beisetzung Weihrauch oder Nadelholzharz verbrannt wurde.

Sein Grab mit seinem Skelett, die Grabbeigaben und sein rekonstruiertes Gesicht werden im Museum des Klosters ausgestellt.

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