Ingrid Gibbels (* 29. Mai 1934 in Oberhausen an der Appel; † 1993 in Duisburg) war eine deutsche Bildhauerin.
Leben Ingrid Gibbels wurde am 29. Mai 1934 im rheinland-pfälzischen Oberhausen an der Appel geboren. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Kunsterzieherin und war jahrelang als Lehrerin in Schulen in Nordrhein-Westfalen tätig. Daneben bildete sie sich autodidaktisch zur Bildhauerin weiter. Die Künstlerin wurde Mitglied im Duisburger Künstlerbund, der Arbeitsgemeinschaft Oberhausener Künstler, des Wirtschaftsverbandes Bildender Künstler Essen und des Künstlervereins Malkasten.Christoph Brockhaus (Hg.): Seit Lehmbruck. Duisburger Künstlerportraits (= Duisburger Forschungen 54. Bd.). Mercator-Verlag, Duisburg 2008, ISBN 978-3-87463-407-6. S. 322. Ab 1980 gehörte Gibbels zu den Künstlern, die das spätere Künstlerhaus Goldstraße in Duisburg bewohnten und hier ihre Ateliers einrichteten.Josef Müller: Atelier, abgerufen am 29. Juni 2026.
Gibbels nahm in den 1980er Jahren am Künstleraustausch zwischen der Stadt Duisburg und dem Künstlerverband der UdSSR teil und weilte 1982 und 1984 in der Sowjetunion, wo Arbeiten aus Plastik entstanden. 1990 absolvierte sie ein einmonatiges Stipendium der Künstlerakademie Győr. Im Duisburger Lehmbruck Museum bot sie regelmäßig Kunstkurse für Sehbehinderte an. Ingrid Gibbels starb nach langer, schwerer Krankheit im Jahr 1993 in Duisburg.Dankmar Trier: Gibbels, Ingrid. In: Allgemeines Künstlerlexikon Bd. LIII. De Gruyter, Berlin 2007. S. 290.
Werke (Auswahl) Ingrid Gibbels arbeitete vor allem mit Bronze, die sie zu fließenden Formen modellierte. Dabei griff sie regelmäßig auf gegenständliche Vorbilder zurück.Christoph Brockhaus (Hg.): Seit Lehmbruck. Duisburger Künstlerportraits (= Duisburger Forschungen 54. Bd.). Mercator-Verlag, Duisburg 2008, ISBN 978-3-87463-407-6. S. 225. Daneben entstanden Holzfiguren bei denen Fabelwesen mit Hunde- und Katzengesicht überwogen. Seltener griff sie auch auf Stein zurück. Die Arbeiten Gibbels waren ursprünglich Teil der Sammlungen des Künstlers Gerhard Losemann, die dieser in der Du-Art-Galerie im Duisburger Dellviertel ausstellte, wurden aber von den Erben der Künstlerin wieder entfernt.Peter Klucken: Lokale Kunst vor dem Vergessen bewahren, RP (2022), abgerufen am 29. Juni 2026. 1985, Münsterlandmuseum, Lüdinghausen 1986, Lehmbruck Museum, Duisburg
Literatur Christoph Brockhaus: Acht Duisburger Künstlerinnen. Hildegard Bauschlicher, Sigrid Beuting, Hetty Bresser, Gabriella Fekete, Ingrid Gibbels, Britta Lauer, Edith Oellers-Teuber, Gisela Schneider-Gehrke. Das Museum, Duisburg 1986. Christoph Brockhaus (Hg.): Seit Lehmbruck. Duisburger Künstlerportraits (= Duisburger Forschungen 54. Bd.). Mercator-Verlag, Duisburg 2008, ISBN 978-3-87463-407-6. Dankmar Trier: Gibbels, Ingrid. In: Allgemeines Künstlerlexikon Bd. LIII. De Gruyter, Berlin 2007. S. 290.
Einzelnachweise
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