Adriana Lazzarini (* 5. Februar 1931, nach anderen Quellen 1933Karl-Josef Kutsch, Leo Riemens: Großes Sängerlexikon. Band 4: Kainz–Menkes. Vierte, erweiterte und aktualisierte Auflage. München 2003, ISBN 3-598-11598-9, S. 2645/46., in Mantua, Provinz Mantua, Lombardei; † 7. Juni 2026Morta a Desenzano Adriana Lazzarini: mezzosoprano che ha portato la voce italiana nei grandi teatri del mondo. Nachruf. Brescia.today.it vom 8. Juni 2026. Abgerufen am 28. Juni 2026. in Desenzano del Garda, Provinz Brescia, Lombardei) war eine italienische Opernsängerin (Mezzosopran).
Leben Adriana Lazzarini begann ihre musikalische Ausbildung bei Mme Carla Zilotti am Konservatorium von Verona und schloss sie, ausgestattet mit einem Gesangsstipendium, bei der berühmten Sängerin Gilda dalla Rizza in Venedig ab.Daniela Favi Borgognoni: Adriana Lazzarini, Interview (ital.) von 2009. Abgerufen am 28. Juni 2026.Adriana Lazzarini wird 90. Online Merker, Ausgabe Februar 2021. Abgerufen am 28. Juni 2026. Ihre musikalische Karriere begann im Rundfunkchor der RAI in Mailand. 1952 debütierte sie als Opernsolistin am Teatro Nuovo in Mailand als Azucena in Il trovatore.
Sie hatte in den folgenden Jahren eine bedeutende Karriere an italienischen und internationalen Opernhäusern. 1955 sang sie am Teatro Comunale di Firenze die Rolle der Zia Principessa in Suor Angelica von Giacomo Puccini. 1956 folgte am Teatro San Carlo in Neapel die Principessa di Bouillon in Adriana Lecouvreur, und noch im selben Jahr am Teatro Petruzzelli in Bari die Dalila in Samson et Dalila.
Im Dezember 1958 debütierte sie an der Mailänder Scala als Mutter in der italienischen Erstaufführung der Oper Maria Golovin von Gian Carlo Menotti.Maria Golovin. Besetzung vom 11. Dezember 1958. Vorstellungsarchiv der Mailänder Scala. Abgerufen am 28. Juni 2026. Sie trat regelmäßig an der Mailänder Scala auf und war dort u. a. als Zia Principessa, Ulrica in Un ballo in maschera, Maddalena in Rigoletto und Federica in Luisa Miller zu hören. Ihren letzten Auftritt an der Mailänder Scala hatte sie im April 1973 als Zia Principessa.Suor Angelica / La Peri. Besetzung vom 17. April 1973. Vorstellungsarchiv der Mailänder Scala. Abgerufen am 28. Juni 2026.
Sie gastierte in Italien am Teatro Comunale di Bologna (ab 1958), an der Oper von Rom (ab 1959, Antrittsrolle: Zia Principessa), am Teatro Giuseppe Verdi in Triest (1966 als Amneris, 1967 als Mrs. Quickly), am Teatro Massimo in Palermo (1967), am Teatro Carlo Felice in Genua (1968–1971), am Teatro La Fenice in Venedig (1969–1971, u. a. als Ulrica), sowie an den Operntheatern in Brescia, Como, Mantua und Treviso. Sie gastierte bei den Festspielen in der Arena von Verona (1955–1972), bei den Festspielen in den Caracalla-Thermen in Rom (1958–60) und beim Festival von Macerata (1971).
Adriana Lazzarini gastierte international u. a. am Opernhaus Marseille (1955), an der Wiener Staatsoper (1964, als Amneris, mit dem Ensemble der Mailänder Scala), am Gran Teatre del Liceu in Barcelona (1966, ebenfalls als Amneris) und in Nordamerika. Sie trat u. a. gemeinsam mit Mario Del Monaco, Franco Corelli, Giuseppe Di Stefano, Carlo Bergonzi, Ettore Bastianini, Piero Cappuccilli, Aldo Protti, Giangiacomo Guelfi, Magda Olivero, Marcella Pobbe, Anita Cerquetti, Antonietta Stella, Renata Scotto und Maria Callas auf und arbeitete mit Dirigenten wie Tullio Serafin, Antonino Votto, Gianandrea Gavazzeni und Francesco Molinari-Pradelli zusammen. In der Rolle der Azucena in Il trovatore trat sie im Laufe ihrer Karriere in über 400 Vorstellungen auf.
Nach ihren letzten Vorstellungen an der Mailänder Scala gab sie im Frühjahr 1973 ihre Bühnenkarriere aus gesundheitlichen Gründen auf.
Die Stimme von Adriana Lazzarini ist auf Schallplatten der Marken Columbia, Philips, DGG (Ulrica in Un ballo in maschera), Cetra, Frequenz (Maddalena in Rigoletto, RAI-Mitschnitt von 1967), Arkadia (Ulrica in Un ballo in maschera, Mitschnitt einer Aufführung in Bologna, 1961) und Mondo Musica (Principessa in Suor Angelica, Teatro Fenice Venedig, 1969) in mehreren Studio- und Live-Aufnahmen dokumentiert.
Nach ihrem Bühnenabschied widmete sie sich ihrer Familie und gab Gesangsunterricht. Sie hatte zwei Kinder, eine Tochter und einen Sohn. Adriana Lazzarini, die seit vielen Jahren im Stadtteil Rivoltella del Garda lebte, starb im Juni 2026 im Alter von 95 Jahren in Desenzano. Die Trauerfeier fand in der Chiesa di Sant’Arcangelo in Rivoltella statt.
Rollenrepertoire (Auswahl)
Literatur Karl-Josef Kutsch, Leo Riemens: Großes Sängerlexikon. Band 4: Kainz–Menkes. Vierte, erweiterte und aktualisierte Auflage. München 2003, ISBN 3-598-11598-9, S. 2645/46.
Weblinks
Daniela Favi Borgognoni: Adriana Lazzarini, Interview (ital.) von 2009 Adriana Lazzarini. Vorstellungen an der Oper Rom Il Principe Gualtiero, Tondokument aus Suor Angelica, mit Maria Chiara und Adriana Lazzarini (Teatro La Fenice, Venedig, März 1969)
Einzelnachweise
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