mini|Hauptstraße 156, Sitz der Kammer 1935 bis 1943 mini|Höckelböschstraße 1, Sitz der Außenstelle 1943 bis 1968 Die Industrie- und Handelskammer Idar-Oberstein (IHK Idar-Oberstein) (ursprünglich Handelskammer für das Fürstentum Birkenfeld, bis 1933: Industrie- und Handelskammer Idar) war von 1913 bis 1937 eine oldenburgische Industrie- und Handelskammer mit Sitz in Idar.
Geschichte In Oldenburg bestand ab 1900 die Handelskammer für das Herzogtum Oldenburg. Deren Bezirk umfasste jedoch nicht das damals oldenburgische Fürstentum Birkenfeld. Mit dem Handelskammergesetz für das Fürstentum Birkenfeld vom 15. März 1913BirkenfeldGBl. 20,89 Nr. 111, 629–643. wurde die Handelskammer für das Fürstentum Birkenfeld ins Leben gerufen. Das Gesetzesvorhaben wurde maßgeblich von dem Abgeordneten Ernst Falz betrieben, der auch von 1919 bis 1923 und von 1928 bis 1933 Präsident der Kammer wurde. Wie der Name bereits sagt, umfasste der Bezirk der Kammer das Fürstentum Birkenfeld.
Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs endete die Monarchie und aus dem Fürstentum Birkenfeld wurde der Landesteil Birkenfeld. Der Name der Handelskammer wurde auf Industrie- und Handelskammer Idar geändert. Nach dem Krieg erschwerte die Rheinlandbesetzung die Arbeit der Kammer. Die IHK wurde Mitglied der von Louis Hagen gegründeten „Vereinigung der Handelskammern des besetzten Gebietes“ („l'Union des Chambres de Commerce de la Rhénanie occupée“) und 1926 Mitglied des „Verbandes linksrheinischer Industrie- und Handelskammern“.Hillen, Barbara, Die IHK Bonn/Rhein-Sieg, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: online (abgerufen am 27. Juni 2026)
1933 wurde Idar mit seinen Nachbargemeinden zur Stadt Idar-Oberstein zusammengefasst. Entsprechend änderte sich der Name der Kammer in Industrie- und Handelskammer Idar-Oberstein.
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde 1933 auch die IHK Idar gleichgeschaltet. Ernst Falz musste als Präsident ausscheiden. Der neue Präsident wurde entsprechend dem Führerprinzip ernannt und ernannte seinerseits die Mitglieder der Kammer. Mit dem Groß-Hamburg-Gesetz wurde mit Wirkung vom 1. April 1937 der oldenburgische Landesteil Birkenfeld aufgelöst und kam als „Landkreis Birkenfeld“ zum rheinischen Regierungsbezirk Koblenz. In diesem Zusammenhang verlor die Industrie- und Handelskammer Idar-Oberstein ihre Selbstständigkeit und wurde als Außenstelle der IHK Koblenz weitergeführt. Diese ist heute die IHK-Regionalgeschäftsstelle Idar-Oberstein.
Gebäude Die IHK Idar nutzte zunächst von 1913 bis 1935 das Gebäude Hauptstraße 128 und zog 1935 in das Gebäude Hauptstraße 156 um. Die Außenstelle nutzte ab 1943 das Haus Höckelböschstraße 1 und ab 1968 das neu erbaute Gebäude Hauptstraße 161. Die Häuser Hauptstraße 156 und Höckelböschstraße 1 stehen unter Denkmalschutz.
Siehe auch Liste der Industrie- und Handelskammern in Deutschland Liste der Kulturdenkmäler in Idar-Oberstein
Weblinks Eckdaten der IHK-Regionalgeschäftsstelle Idar-Oberstein Landesmuseum Birkenfeld: Unteres Dorf III, S. 13–14
Einzelnachweise
Idar Kategorie:Organisation (Idar-Oberstein) Kategorie:Verbandsgründung 1913 Kategorie:Aufgelöst 1937 Kategorie:Fürstentum Birkenfeld