Die Anschläge der Revolutionären Zellen in West-Berlin und Nürnberg im Jahr 1973 waren die ersten Anschläge der Revolutionären Zellen in Deutschland.

Der erste der beiden Bombenanschläge ereignete sich in der Nacht vom 16. auf den 17. November 1973. Eine Sprengladung explodierte in der Niederlassung von International Telephone and Telegraph Corporation (ITT) in West-Berlin. In der folgenden Nacht explodierte an der Hauswand eines SEL-Gebäudes in Nürnberg ein zweiter Sprengsatz. SEL gehörte damals zum ITT-Konzern. Ein Bekennerschreiben mit der Überschrift „BOMBEN GEGEN ITT“ und unterschrieben mit „Erklärung der revolutionäre Zelle“ ging im Anschluss bei der Deutschen Presse-Agentur ein. Die Verfasser begründeten die Anschläge mit der Beteiligung und Verantwortung der ITT an der „Ermordung und Folter von chilenischen Frauen, Arbeitern und Bauern“. Die Anschläge auf die die ITT waren eine Reaktion auf den Militärputsch in Chile, an dem ITT mitgewirkt hatte.

Im Jahr 2023, 50 Jahre nach den Anschlägen, gab Gerd-Hinrich Schnepel seine Mitwirkung beim Anschlag in Nürnberg zu.

Weblinks Bekennerschreiben „Erklärung der revolutionäre Zelle“ bei der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung

Einzelnachweise

Kategorie:Terroranschlag 1973 Kategorie:Revolutionäre Zellen Kategorie:Terroranschlag in Deutschland