Joseph Greven (* 1. April 1883 in Köln; † 3. November 1934 in Bonn) war ein deutscher katholischer Theologe, Kirchenhistoriker und Hochschullehrer.Wilhelm Neuß: Joseph Greven. In Memoriam. In: Joseph Greven: Die Kölner Kartause und die Anfänge der katholischen Reform in Deutschland. Aschendorff, Münster 1935, S. VII-XV (mit allen biografischen Daten u. Foto, abgerufen am 25. Juni 2026); Greven, Josef. In: Otto Wenig (Hrsg.): Verzeichnis der Professoren und Dozenten der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn 1818-1968. Bouvier, Bonn 1968, S. 96.

Leben und Wirken Nach seiner Reifeprüfung 1902 in Köln studierte Joseph Greven von 1902 bis 1906 Katholische Theologie, zunächst an der Universität Freiburg/Br., dann an der Universität Bonn. Anschließend besuchte er das Priesterseminar in Köln und empfing 1907 die Priesterweihe. Von 1907 bis 1911 arbeitete er als Pfarrvikar in Kierdorf (Kreis Euskirchen) und bis 1911 als Kaplan in Düsseldorf. Als Religionslehrer war er bis 1924 an einem Mädchengymnasium in Brühl tätig. Im Jahre 1911 hatte er bei dem Kirchenhistoriker Heinrich Schrörs an der Universität Bonn den theologischen Doktorgrad erworben. 1922 habilitierte er sich für das Fach Kirchengeschichte. Seither lehrte er (unbesoldet) vor allem über rheinische Kirchengeschichte und wurde 1928 zum außerordentlichen Professor ernannt. Er veröffentlichte vor allem hierüber. Seit 1926 war Greven außerdem wissenschaftlicher Sekretär der Gesellschaft für Herausgabe des Corpus Catholicorum. Krankheitsbedingt starb er im Alter von 51 Jahren.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Die Anfänge der Beginen. Ein Beitrag zur Geschichte der Volksfrömmigkeit und des Ordenswesens im Hochmittelalter (= Vorreformatorische Forschungen, Bd. 8). Aschendorff, Münster 1912 (= Dissertation Universität Bonn) (Digitalisat). (Hrsg.): Die Exempla aus den Sermones feriales et communes des Jakob von Vitry (= Sammlung mittellateinischer Texte, Bd. 9). Winter, Heidelberg 1914. Der Ursprung des Beginenwesens. Eine Auseinandersetzung mit Godefroid Kurth. Weiss, München 1914. Kleinere Studien zu Cäsarius von Heisterbach. In: Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein, Bd. 99 (1916), S. 1–35. Die Entstehung der Vita Engelberti des Cäsarius von Heisterbach. In: Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein, Bd. 102 (1918), S. 1–39. Frankreich und der fünfte Kreuzzug. In: Historisches Jahrbuch, Bd. 43 (1923), S. 15–52 (= verkürzte Fassung der Habilitationsschrift an der Universität Bonn). Engelbert der Heilige und die Bettelorden. In: Bonner Zeitschrift für Theologie und Seelsorge, Bd. 2 (1925), H. 2, S. 32–48. (Hrsg.): Johannes Cochlaeus / In obscuros viros qui decretorum volumen infami compendio Theutoncae corruperunt expostulatio (1530) (= Corpus Catholicorum, Bd. 15). Aschendorff, Münster 1929. Die Schrift des Herimannus quondam Judaeus „De conversione sua opusculum“. In: Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein, Bd. 115 (1929), S. 111–131. Die Bekehrung Norberts von Xanten. In: Ebd., Bd. 117 (1930), S. 153–161. Die Kölnfahrt Bernhards von Clairvaux. In: Ebd., Bd. 120 (1932), S. 1–48. Die Kölner Kartause und die Anfänge der katholischen Reform in Deutschland (= Katholisches Leben und Kämpfen im Zeitalter der Glaubensspaltung, Bd. 6). Hrsg. von Wilhelm Neuß. Aschendorff, Münster 1935.

Einzelnachweise

Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert) Kategorie:Kirchenhistoriker (Theologe) Kategorie:Hochschullehrer (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1883 Kategorie:Gestorben 1934 Kategorie:Mann