Erich Stahleder (* 30. November 1930 in Landshut, Niederbayern; † 17. Oktober 2015)Traueranzeige Prof. Dr. Erich Stahleder (abgerufen am 23. Juni 2026). war ein deutscher Historiker und Archivar.Margit Ksoll-Marcon: Prof. Dr. Erich Stahleder verstorben. In: Nachrichten aus den Staatlichen Archiven Bayerns, Nr. 69 (Dezember 2015), S. 51–52 (mit allen biografischen Daten u. Foto, abgerufen am 23. Juni 2026).

Leben und Wirken Nach dem Abitur 1951 am Humanistischen Gymnasium Landshut in Landshut absolvierte Erich Stahleder die Ausbildung für den Gehobenen Archivdienst. Nach der 1955 erfolgten Fachprüfung begann er seine Tätigkeit am Staatsarchiv Würzburg und wurde 1958 verbeamtet. 1956 begann er das Studium der Historischen Hilfswissenschaften, Bayerischen Landesgeschichte und Neuen Deutschen Literaturgeschichte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und promovierte 1960 zum Dr. phil. Von 1961 bis 1964 ließ er sich als Archivreferendar an der Bayerischen Archivschule für den Höheren Archivdienst ausbilden. Seine Tätigkeit als wissenschaftlicher Archivar begann 1965 am Staatsarchiv Landshut. 1983 wechselte er nach München und war dort als Leitender Archivdirektor Stellvertreter des Generaldirektors der Staatlichen Archive Bayerns. 1988 wurde er Direktor des Bayerischen Hauptstaatsarchivs. Seit 1979 gab er unterrichtete er an der Bayerischen Archivschule und seit 1975 war er Lehrbeauftragter an der Technischen Hochschule München – Akademie Weihenstephan, seit 1983 als Honorarprofessor für Agrargeschichte. Für seine Verdienste in der Landesgeschichte und Archivarbeit wurde Erich Stahleder 1988 das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Der Historiker und Archivar Helmuth Stahleder (* 1940) ist sein Bruder.

Veröffentlichungen (Auswahl) (Bearb.): Akten des Juliusspitals zu Würzburg. Drei Bände. Zink bzw. Schöningh, München/Würzburg 1957/1963/1976. (Mitarb.): Michael Renner / Archiv der Grafen Wolffskeel von Reichenberg. Zink, München 1961. Die Handschriften der Augustinereremiten und Weltgeistlichen in der ehemaligen Reichsstadt Windsheim (= Quellen und Forschungen zur Geschichte des Bistums und Hochstifts Würzburg, Bd. 15). Schöningh, Würzburg 1963 (= Dissertation Universität Würzburg). (Hrsg.): Absolutismus und Aufklärung 1648 – 1789. Langewiesche-Brandt, Ebenhausen 1964. (Mitarb.): Josef Haushofer / Stadtarchiv Eggenfelden. Zink, Freiburg/Br. 1971. Die Burg Landshut, genannt Trausnitz, im Mittelalter. In: Beiträge zur Geschichte der bayerischen Geschichte und Kunst, 1180-1350 (= Wittelsbach und Bayern, Bd. 1,1). Piper, München 1980, S. 240–252, ISBN 3-7774-3180-X. Landshuter Hochzeit 1475. Ein bayerisch-europäisches Hoffest aus der Zeit der Gotik. Hornung, Ottobrunn-Riemerling 1984. „Gerechtigkeit erhöht ein Volk“. Recht und Rechtspflege in Bayern im Wandel der Geschichte. Ausstellung des Bayerischen Hauptstaatsarchivs: München, 15. September – 18. November 1990 (= Ausstellungskataloge der staatlichen Archive Bayerns, Bd. 28). Bayerisches Hauptstaatsarchiv, München 1990, ISBN 3-921635-19-5. Das Berufsbild des Archivars im Spiegel des Bayerischen Hauptstaatsarchivs. In: Erich Stahleder/ Hermann Rumschöttel: Bewahren und Umgestalten. Aus der Arbeit der Staatlichen Archive Bayerns. Walter Jaroschka zum 60. Geburtstag. Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns, München 1992, S. 85–92, ISBN 3-921635-21-7. Landshuter Hochzeit. Rosenheimer, Rosenheim 1998, ISBN 3-475-52900-9.

Außerdem zahlreiche kleine Kunstführer und Artikel, insbesondere aus der Geschichte der Stadt Landshut.

Einzelnachweise

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