Friedrich Dannemann (* 28. Dezember 1859 in Bremen; † 17. August 1936 in Bad Godesberg) war ein deutscher Physiker, Pädagoge und Wissenschaftshistoriker.https://d-nb.info/gnd/116025093 (Friedrich Dannemann, biografische Daten im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek); Dannemann, Friedrich. In: Otto Wenig (Hrsg.): Verzeichnis der Professoren und Dozenten der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn 1818–1968. Bouvier, Bonn 1968, S. 50.

Leben und Wirken Friedrich Dannemann studierte von 1880 bis 1884 Naturwissenschaften an den Universitäten Heidelberg, Berlin und Halle. Seine Promotion zum Dr. phil. erfolgte 1883 an der Universität Halle mit einer Dissertation aus dem Bereich der Botanik. Bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1921 war er im Schuldienst tätig und zwar an der Gewerbe- bzw. Realschule in Barmen. Seit 1898 war er Direktor dieser Schule. Im Jahre 1923 habilitierte er sich an der Universität Bonn und lehrte dort von 1927 bis 1934 als außerplanmäßiger außerordentlicher Professor über die Geschichte der Naturwissenschaften. Dannemann wurde insbesondere bekannt durch seine umfangreiche frühe Darstellung über „Die Naturwissenschaften in ihrer Entwicklung und in ihrem Zusammenhange“ (1911–1913). Außerdem veröffentlichte er weitere gemeinverständliche Bände zur Geschichte der Naturwissenschaften und Handreichungen für den Schulunterricht.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Beiträge zur Kenntnis der Antatomie und Entwicklung der Mesembryanthema. Karras, Halle 1883 (= Dissertation Universität Halle) (Digitalisat).

(Hrsg. u. Übers.): Otto von Guericke / Neue 'Magdeburgische' Versuche über den leeren Raum (= Ostwald's Klassiker der exakten Wissenschaften, Bd. 59). Engelmann, Leipzig 1894 (Reprint: Deutsch, Thun 2002, ISBN 3-8171-3059-7). Grundriss einer Geschichte der Naturwissenschaften. Zugleich eine Einführung in das Studium der grundlegenden naturwissenschaftlichen Litteratur. Zwei Bände. Engelmann, Leipzig 1896/1898. (Hrsg.): Quellenbuch zur Geschichte der Naturwissenschaften in Deutschland. Ehlermann, Leipzig 1906. Der naturwissenschaftliche Unterricht auf praktisch-heuristischer Grundlage. Hahn, Leipzig/Hannover 1907. Aus der Werkstatt großer Forscher. Allgemeinverständliche, erläuterte Abschnitte aus den Werken hervorragender Naturforscher aller Völker und Zeiten. 3. Aufl. Engelmann, Leipzig 1908. Die Naturwissenschaften in ihrer Entwicklung und in ihrem Zusammenhange. Vier Bände. Engelmann, Leipzig 1911–1913 (2. Aufl. 1920–1923). Wie unser Weltbild entstand. Die Anschauungen vom Altertum bis zur Gegenwart über den Bau des Kosmos. Kosmos, Stuttgart 1912 (25. Aufl. 1924). Die Entdeckung der Elektrizität. Voigtländer, Leipzig 1914. Handbuch für den physikalischen Unterricht an Volks-, Mittel- und Realschulen. Zwei Teile. Beltz, Langensalza 1919/1924. Plinius und seine Naturgeschichte in ihrer Bedeutung für die Gegenwart (= Klassiker der Naturwissenschaft und Technik, Bd. 5). Diederichs, Jena 1921. Die Anfänge der experimentellen Forschung und ihre Ausbreitung (= Der Werdegang der Entdeckungen und Erfindungen, Bd. 1). Oldenbourg, München 1922. (mit Maximilian von Schwarz): Die Eisengewinnung von den ältesten Zeiten bis auf den heutigen Tag (= Der Werdegang der Entdeckungen und Erfindungen, Bd. 4). Oldenbourg, München 1925. Vom Werden der naturwissenschaftlichen Probleme. Grundriss einer Geschichte der Naturwissenschaften. Engelmann, Leipzig 1928.

Einzelnachweise

Kategorie:Naturwissenschaftler Kategorie:Wissenschaftshistoriker Kategorie:Schulleiter (Deutschland) Kategorie:Hochschullehrer (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1859 Kategorie:Gestorben 1936 Kategorie:Mann