Der Zwergspitzkopf-Schleimfisch oder Kleiner Dreiflossen-Schleimfisch (Tripterygion melanurus) ist eine kleine Art der Dreiflossen-Schleimfische.
Merkmale Der Zwergspitzkopf-Schleimfisch ist ein schlanker, länglicher Dreiflossen-Schleimfisch der eine maximale Gesamtlänge von 5,3 cm erreichen kann. Der Körper beider Geschlechter ist dauerhaft rot gefärbt. Bei territorialen Männchen ist der Kopf schwarz, bei Weibchen und nicht territorialen Männchen marmoriert. Am Körper tragen die Tiere schwache vertikale Streifen, entlang des Rückens befinden sich oft weiße Flecken und Streifen. Bei territorialen Männchen sind die Flossenstrahlen der zweiten Rückenflosse (Dorsale) verlängert.
Die Rückenflossen haben insgesamt 17 bis 19 Stachelstrahlen und 10 bis 13 Weichstrahlen, die Afterflosse (Anale) hat zwei Stachelstrahlen und 22 bis 25 Weichstrahlen.
Verbreitung Die Art ist ein Endemit des Mittelmeeres. Das Verbreitungsgebiet umfasst die Balearen (Spanien), das südliche Sardinien, Algerien, Tunesien, Israel, Libanon, Zypern und den Süden der Türkei. 2025 gab es Nachweise vor Libyen.
Lebensweise Der Zwergspitzkopf-Schleimfisch bewohnt Bereiche mit schwachem Licht. Die Nahrung besteht aus Wirbellosen, insbesondere Harpacticoida, eine Ordnung der Ruderfußkrebse.
Taxonomie und Forschungesgeschichte Guichenot beschrieb die Art im Rahmen der Zusammenfassung eines etwa dreijährigen Aufenthalts in Algerien. Den Fisch bezeichnete er als „Triptérygion Mélanure“, weil er am Ansatz der Schwanzflosse einen großen, gelblich umrandeten schwarzen Fleck hat (nach melanos, schwarz und oura, Schwanz). Guichenot merkte an, dass die Art sehr klein bleibt, bei Algier vorkommt und dort sehr selten ist. Eine Illustration des Fisches findet sich im Werk der Erstbeschreibung auf Bildtafel 4, Fische.
Einzelnachweise Jamila Rizgalla, Amani Fitori, Francesco Tiralongo, Abdalh Ben Abdalah (2025): First Records of Blennies (Sub-Order Blennioidea) off the Coast of Libya. In: Annals for Istrian and Mediterranean Studies 35, S. 245–256. (Online) Common names of Tripterygion melanurus bei Fishbase, abgerufen am 22. Juni 2026
Michail Ragkousis, Markos Digenis, Marcelo Kovačić, Stelios Katsanevakis, Vasilis Gerovasileiou (2021): Rarely Reported Cryptobenthic Fish in Marine Caves of the Eastern Mediterranean Sea. In: Journal of Marine Science and Engineering 9(6), 557. doi:10.3390/jmse9060557 Tripterygion melanurum bei etyfish.org, abgerufen am 26. Juni 2026 Alphonse Guichenot (1850): Histoire naturelle des reptiles et des poissons. In: Exploration scientifique de l'Algérie pendant les années 1840, 1841, 1842. Zoologie, Paris. S. i-iv + 1–144. (Online)
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Kategorie:Schleimfischartige