Szymanowo () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Stadt-und-Land-Gemeinde Morąg im Powiat Ostródzki.
Geographische Lage Szymanowo liegt im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, drei Kilometer nordwestlich der Stadt Morąg bzw. 24 Kilometer nordwestlich der Kreisstadt Ostróda.
Geschichte Von dem später Simonetti genannten vor 1857 gegründeten Abbau heißt es in einer gesetzlichen Bestimmung der Regierung in Königsberg (Preußen) vom 2. Oktober 1857: Dem in den Grenzen des Guts Neuhof, Kreis Mohrungen, belegenen, dem Besitzer Rudel zugehörigen Abbau ist der Name Landhaus Simonetti beigelegt worden, wodurch jedoch in den Kommunal-, Polizei- und sonstigen Verhältnissen nichts geändert wird.
Das Landhaus lag 500 Meter südöstlich des Guts Neuhof, zu dem es gehörte.Dietrich Lange: Simonetti, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Im Jahre 1868 wurde hier eine Rettungsanstalt für verwahrloste Kinder, anfangs mit zehn Jungen, eröffnet. Sie ging aus der Stiftung der Eheleute Rudel in Neuhof hervor.Agathon Harnoch: Chronik und Statistik der evangelischen Kirchen in den Provinzen Ost- und Westpreußen, Neidenburg 1890, S. 179 Ein Jahr später wurde in der Anstalt eine Schule gegründet, und 1880 errichtete man über der Grabstätte des Stifterehepaares Rudel eine Kapelle.
Im Jahre 1885 lebten in Simonetti 52 Menschen, im Jahre 1905 waren es 56.
Als am 30. September 1928 der Gutsbezirk Neuhof in die benachbarte Landgemeinde Wiese eingegliedert wurde,Rolf Jehke: Amtsbezirk Georgenthal bekam auch der zugehörige Ort Simonetti eine neue Administration.
Mit der Abtretung des gesamten südlichen Ostpreußen 1945 in Kriegsfolge an Polen erhielt Simonetti die polnische Namensform „Szymanowo“. Die kleine Osada (= „Siedlung“) ist heute eine Ortschaft innerhalb der Stadt-und-Land-Gemeinde Morąg im Powiat Ostródzki, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugeordnet. Seit 1982 besteht hier ein Schul- und Bildungszentrum.Specjalny Ośrodek Szkolno-Wychowawczy w Szymanowie (polnisch) Die Zahl der Einwohner Szymanowos belief sich im Jahre 2021 auf 36.
Religion Simonetti war bis 1945 kirchlich nach Mohrungen orientiert, zur dortigen evangelischen Kirche St. Peter und Paul innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union und zur römisch-katholischen Pfarrei St. Joseph im damaligen Bistum Ermland.
Der Bezug zur Stadt Morąg besteht auch heute, katholischerseits zur Pfarrei St. Joseph, deren Pfarrkirche nunmehr die bisher evangelische St.-Peter-und-Paul-Kirche ist, die zum Dekanat Morąg im jetzigen Bistum Elbląg gehört, evangelischerseits zur Kirchengemeinde Morąg, einer Filialgemeinde von Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Verkehr Szymanowo ist über eine Nebenstraße von Nowy Dwór aus zu erreichen. Die nächste Bahnstation ist Morąg an der PKP-Bahnstrecke Olsztyn–Bogaczewo (–Elbląg).
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Morąg