mini|Johann Nikolaus Grooth, Selbstbildnis (1760) mini|Bildnis Beat Rudolf Fischer (1763) Johann Nikolaus Grooth (* 1723 in Stuttgart;Thieme-Becker, S. 86. † 16. Juli 1797 in Memmingen) war ein württembergischer Maler, Restaurator und Kunsthändler.
Leben Johann Nikolaus Grooth war ein Sohn von Johann Christoph Grooth (1688–1764), Hofmaler des Herzogs Carl Eugen von Württemberg und Kurator der herzoglichen Gemäldegalerie. Die Maler Georg Christoph Grooth und Johann Friedrich Grooth waren seine Brüder und der Porzellanmaler Johann Jakob Grooth (1737–1784) sein Halbbruder. Seine erste künstlerische Ausbildung erhielt Johann Nikolaus Grooth beim Vater, für den er dann als Maler und auch Kunsthändler arbeitete. 1746 bildete er sich möglicherweise in Wien weiter. Im Auftrag seines Vaters führte er 1751 Restaurationsarbeiten in der herzoglichen Residenz in Ludwigsburg aus. In den Jahren 1757 und 1758 ist er als Porträtmaler der kurfürstlichen Familie in München nachzuweisen. Später arbeitete er in der Schweiz, in Bern (1764/1765) und in Basel (z. B. 1760, 1784–1789), wo er unter anderem 1771 die Passionsbilder von Hans Holbein dem Jüngeren restaurierte. In den 1770er Jahren kehrte er in seine Heimatstadt Stuttgart zurück. Nach 1790 hielt er sich in Memmingen auf, wo er 1797 starb.
Grooth malte lebensnahe bürgerliche Porträts, die narrative Details und Beigaben in glatter Malweise aufweisen. Seine Werke befinden sich in der Münchner Residenz, im Metropolitan Museum of Art, im Historischen Museum Basel, im Schloss Jegenstorf und in Privatbesitz. Die Porträtdokumentation der Burgerbibliothek Bern verzeichnet rund 20 Porträts von Grooth, darunter 14 Angehörige der Familie von Fischer.
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Einzelnachweise
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