Das fremde Herz ist der Titel der 119. Episode der Krimiserie Ein Fall für zwei mit Rainer Hunold und Claus Theo Gärtner in den Hauptrollen.

Handlung Während eines Abendessens in einem Restaurant werden Rechtsanwalt Dr. Rainer Franck und Privatdetektiv Josef Matula Zeugen eines heftigen Streits zwischen der sensiblen Schauspielerin Ellen Schäfer, ihrem Ehemann Dr. Roland Schäfer und dessen Kollegen Prof. Dr. Dr. Albert Milan. Wenig später beschädigt Ellen Schäfer beim Ausparken Francks Fahrzeug und entfernt sich unerlaubt vom Unfallort. Roland Schäfer überlässt Franck die Kontaktdaten seiner Frau zur Schadensregulierung.

Als Roland Schäfer später nach Hause zurückkehrt, trifft er dort Polizeibeamte an. In einem vor seinem Haus abgestellten Fahrzeug wurde die Leiche Albert Milans entdeckt. Am folgenden Tag äußert Schäfer gegenüber Franck den Verdacht, seine Frau könne für den Tod Milans verantwortlich sein. Ellen leide seit einer vor einem halben Jahr von Milan durchgeführten Herztransplantation unter psychischen Auffälligkeiten, die ihr Ehemann als Form einer Persönlichkeitsspaltung beschreibt. Gelegentliche Gedächtnislücken und unkontrollierte Verhaltensweisen seien die Folge. Zudem habe Ellen bis vor Kurzem eine Affäre mit Milan unterhalten, die dieser beendet habe. Die außereheliche Beziehung seiner Frau habe er toleriert.

Franck sucht Ellen Schäfer im Theater auf und bietet ihr anwaltliche Unterstützung an. Sie gibt an, nach dem Streit im Restaurant Milans Wohnung aufgesucht zu haben. Da dieser nicht dort gewesen sei, sei sie nach Hause gefahren und habe erst dort vom Mordfall erfahren.

Von der Psychologin Dr. Andrea Wilms erfährt Franck, dass diese Ellen Schäfer aufgrund der psychischen Belastungen infolge der Herztransplantation sowie der Trennung von Milan therapeutisch betreut. Wilms kennt Milan seit dem gemeinsamen Medizinstudium. Sie hat eine Tochter namens Anna, die ebenfalls unter psychischen Belastungen leidet.

Während seiner Ermittlungen beobachtet Matula, dass Ellen Schäfer bei den Theaterproben ungewöhnlich unkonzentriert wirkt und die Probe vorzeitig verlässt. Er folgt ihr in ein Nachtlokal, wo sie den Kellner Achim Opitz treffen möchte. Von dessen Freundin Irene erfährt Matula, dass Achims Schwester Rosi bei einem Motorradunfall ums Leben gekommen ist. Später beobachtet er, wie Ellen Schäfer Opitz eine größere Geldsumme übergibt. Matula vermutet zunächst, es handle sich um die Bezahlung für einen Auftragsmord an Milan. Opitz weist diesen Verdacht jedoch zurück und erklärt, das Herz, das Ellen Schäfer transplantiert worden sei, stamme von seiner verstorbenen Schwester.

Ellen Schäfer versichert Franck, bei dem Geld habe es sich um eine Art Schmerzensgeld gehandelt, da sie ihr Leben dem Tod von Opitz’ Schwester verdanke. Kurz darauf wird sie vorläufig festgenommen.

Im weiteren Verlauf stellt Matula fest, dass auch Anna Wilms eine Beziehung zu Albert Milan unterhalten hatte. Deren Mutter verfasst eine psychologische Stellungnahme, in der sie Ellen Schäfer für die Täterin hält. Franck konfrontiert Ellen sowohl mit diesem Verdacht als auch mit den Anschuldigungen seitens ihres Ehemannes. Ellen bezeichnet Roland Schäfer als spielsüchtig und vermutet, dass dieser gemeinsam mit Andrea Wilms versuche, sie als unzurechnungsfähig darzustellen.

Durch die Entdeckung von Annas Telefonnummer auf einem Zettel in Achim Opitz’ Wohnung erkennt Matula schließlich eine Beziehung zwischen den beiden. Von Matula entsprechend zur Rede gestellt, gesteht Opitz, Andrea Wilms gemeinsam mit Anna erpresst zu haben, um Geld für eine geplante Reise nach Mexiko zu erhalten. Zuvor habe er auch Albert Milan erpressen wollen und sei dabei Zeuge von dessen Ermordung durch Andrea Wilms geworden. Kurz darauf erscheint diese in Opitz’ Wohnung. Franck, Matula und Anna Wilms halten sich verborgen und greifen erst ein, als Andrea Wilms versucht, auch Opitz zu erschießen. Nach ihrer Überwältigung gesteht sie den Mord an Milan. Sie habe ihn getötet, weil er ihre Tochter lediglich ausgenutzt und emotional verletzt habe.

Hintergrund Die Episode wurde überwiegend im Rhein-Main-Gebiet gedreht. Die Kulisse der Kanzlei von Dr. Franck befand sich in der Rotunde im 27. Obergeschoss des Bürocenters am Nibelungenplatz im Frankfurter Nordend. Die Szenen in der Wohnung von Dr. Andrea Wilms wurden unweit des Rhein-Main-Centers im Frankfurter Westend erstellt, die Schlussszenen vor dem damaligen Gebäude des Landgerichts Wiesbaden.

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Einzelnachweise

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